Vorverlegung des Stichtags zur Einschulung – weshalb ich die Petition so nicht unterschreibe

Unter den diesjährigen Vorschülern gibt es Bundesweit eine große Debatte um das richtige Alter zur Einschulung. Derzeit liegt der Stichpunkt am 30. September, was bedeutet, dass alle Kinder, die bis dahin 6 Jahre alt werden, dieses Jahr eingeschult werden sollen. Aktuell werden Unterschriften für eine Petition gesammelt, um den Stichtag auf den 30. Juni vorzuverlegen. Somit würden einige Kinder ein Jahr länger im Kindergarten bleiben. Insbesondere in Baden-Württemberg fehlen um die 10.000 Unterschriften und obwohl meine Tochter dieses Jahr ebenfalls eingeschult wird, habe ich zu diesem Thema bisher Abstand gehalten und die Petition nicht unterschrieben. Was meine Gründe sind und welche Lösung ich stattdessen vorschlage möchte ich euch in diesem Beitrag erzählen.

Eine Gesellschaft voller Erwartungen und Richtlinien

„Die so herrlich reifen Erzieherpersönlichkeiten mit ihrer ach so verantwortungsbewußten durch und durch irrationalen Dompteurwissenschaft, welche die pädagogische Innenweltverschmutzung legalisiert, benutzen die Seele der Kinder als Müllkippe für die Abfälle ihrer Reife, zwingen die Kinder durch Erziehung (als Infektionsvehikel), in defensiver Identifikation ihre Projektionen zu verkörpern.“


Ekkehard von Braunmühl (Werk: Antipädagogik)

Ja, das Zitat ist etwas hart, aber dennoch wahr. Schon seit ihrer Geburt müssen Kinder etwas bestimmtes zu einem vorgegebenen Alter können, da sie sonst als “unterentwickelt” gelten und “gefördert” werden müssen. Es werden Statistiken und Kurven darüber geführt, was unsere Kinder leisten und was nicht. Gleichzeitig gibt es eine Bewegung des Individualismus, wonach jeder seine eigenen Werte und Fähigkeiten hat und nicht mit der Menge verglichen werden will und soll. Schon bei sehr kleinen Kindern wird daher immer wieder betont, dass sie eine ganz eigene Persönlichkeit haben und nicht einfach über einen Kamm geschert werden dürfen.

Meine Große war wie ihr wisst ein Frühchen. Dennoch hatte sie an vielen Dingen Interesse und hat sich sehr schnell entwickelt. Die 5 Wochen, die ihr im Bauch gefehlt haben, hat sie schon in den ersten Monaten ausgeglichen. Beireits mit zwei Jahren konnte sie richtig sprechen und hatte schon da eine große Begeisterung an Stiften gezeigt. Sehr schnell konnte das Kind also malen und hat auch bald angefangen, sich für Buchstaben und Worte zu interessieren. Seit sie etwa 5 Jahre alt ist, hört sie aus Worten schon Buchstaben heraus, kann einige aus dem Kopf schreiben, den Rest wenn man sie ihr buchstabiert. Klingt nach einem Wunderkind?

Sie hat aber auch ihre andere Seite: denn was sie gesitig und feinmotorisch leistet, hat sie leider nicht in den Beinen und “hinkt” körperlich hinterher. Sie hat es bis heute nicht geschafft, Fahrrad fahren zu lernen und auch das Schwimmen klappt trotz Schwimmkurs noch nicht wirklich.

Wieso ich euch das jetzt erzähle? Jedes Kind hat entgegen der Erwartungen, die zu seinem Alter vorgeschrieben werden, Talente und Defizite. Ein Kind desselben Alters kann geistig sehr fit sein und zur Schule gehen, dafür an anderen Stellen seine Probleme haben, ein anderes Kind, welches im selben Alter ist, kann aber eben diese Schulreife noch nicht erreicht haben, da es seine Prioritäten anders setzt.

Bestimmung der Schulreife

Ob ein Kind reif für die Schule ist oder nicht, wird schon sehr früh untersucht. Bereits mit 4 Jahren kommt ein medizinischer Assistent des Gesundheitsamtes in die Kindergärten und prüft anhand bestimmter Aufgaben, wie ein Kind sich entwickelt. Abgefragt werden dabei die Bereiche Malen, Sprechen und Zählen, aber auch das Gehör und die Sehkraft werden untersucht. Ist bei diesem “Test” alles in Ordnung, darf das Kind mit 5 Jahren die Vorschule besuchen. Zudem füllen die Eltern einen Fragebogen aus, der sich mit der Entwicklung und eventueller Hyperaktivität auseinander setzt.

Das Vorschulalter – ein ganz besonderes Jahr

Etwa zeitgleich wird beim Kinderarzt die U9 durchgeführt, die ebenfalls als Einschulungsuntersuchung bekannt ist. Auch er kann Empfehlungen abgeben, ob ein Kind die Schule schon besuchen soll oder nicht.

Während der Vorschulzeit besucht ein Kooperationslehrer die Kindergärten und beurteilt die Kinder während des Vorschulunterrichts zusätzlich. Auch seine Bewertungen fließen in die Entscheidung mit ein. Zudem führen die ErzieherInnen des Kindergartens einen Bewertungsbogen.

Wenn Eltern beschließen, die Kinder zurückstufen zu lassen, sollten all diese Bewertungen beachtet werden. Letztendlich entscheidet aber die Schulleitung darüber, ob ein Kind eingeschult wird oder nicht.

Wer kann mein Kind bewerten?

Dabei entsteht also schon das eine große Problem: aus Momentaufnahmen soll entschieden werden, ob ein Kind zur Schule darf oder nicht. Ein Schulleiter hat das Kind in den meisten Fällen noch nie in seinem Leben getroffen. Er muss allerdings zusehen, dass er genügend Schüler an die Schule bekommt. Das ganze bereitet allen Beteiligten eine große Zwickmühle.

Durch die Vorverlegung des Stichtags würde sich das Probem also für Kinder, welche nach dem 30. Juni geboren wurden, erübrigen, da diese nur noch unter das “Kann” Schema fallen und nicht mehr in der Regel eingeplant werden. Kinder desselben Alters, die jedoch schon gut die Schule besuchen könnten, müssten aber darum kämpfen, in diese gehen zu dürfen.

Ist die Vorverlegung denn sinnvoll?

Wäre es nicht besser für unsere Kinder, wenn Eltern mehr Macht bei der Entscheidung hätten? Machen diese drei Monate wirklich einen so großen Unterschied?

Ich bin nicht für eine generelle Vorverlegung. Ich bin dafür, dass die Kinder individueller bewertet werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es ok ist, wenn ein Kind noch ein Jahr Zeit braucht. Wieso können die Stichtage nicht verschmelzen? Kann ein Kind, das ein Tag später geboren ist, von seiner Entwicklung her sich dermaßen unterscheiden? Meine Große hätte im Juli zur Welt kommen sollen. Ich hätte sie dennoch nicht ein Jahr länger im Kindergarten behalten wollen.

Ich bin der Meinung, dass es genug Kinder gibt, die sich in dem Jahr im Kindergarten langweilen würden und unterfordert sind. Unterforderung führt auch zu schlechteren Ergebnissen. Mir ist aber auch sehr wohl bewusst, dass es Kinder gibt, die in der Schule Probleme haben können, wenn sie bereits in der ersten Klasse überfordert sind. Und das sind nicht nur Probleme intelektueller Art. Es geht um das Zuhören, Konzentrieren und Sitzen bleiben. Eine Vorverlegung des Stichtags würde uns nur ein eine weitere Vorgabe festnageln. Wir brauchen ein erweitertes System, mehr Einfühlsamkeit und Raum für die Entwicklung.

Wie sieht das bei Dir aus? Wann wird / wurde Dein Kind eingeschult? Gab es Schwierigkeiten? Und was hälst Du von der Petition? Schreibe mir in den Kommentaren!


39 Antworten auf „Vorverlegung des Stichtags zur Einschulung – weshalb ich die Petition so nicht unterschreibe“

  1. Liebe Wioleta,

    hier hast du über ein Thema geschrieben, welches wohl alle Eltern mindestens einmal in ihrem Leben beschäftigt.
    Wir hatte das Glück, dass unser Kind im Kindergarten schon “Schule” mit den Erziehern einmal in der Woche gespielt hatte und wir so eine gute Ahnung hatten, ob sich die Einschulung lohnt.
    Ich denke, es müsste bessere und individuellere Beratung für unsichere Eltern geben.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo,
      Dieser Unterricht im Kindergarten ist, wie ich erfahren musste, nicht in jedem Bundesland üblich. Wir hier in Baden-Württemberg haben aber das Glück!

  2. Ich selbst bin – wie deine Tochter – ein Frühchen und hatte immer Probleme mit der Grobmotorik.
    Ich finde auch, dass Eltern wohl am. Besten wissen, wann das Kind bereit für die Schule ist – nicht der Gesetzgeber oder das Bildungsministerium. Ich fände es gut, wenn es überall verpflichtend Vorschule gäbe. Dies könnte bei der Entscheidung helfen.

      1. Nein. Das gibt es nicht.Und ich finde es wäre auch nicht die Lösung. Es sind ja wieder dieselben Kinder beieinander dann, die ansonsten zusammen die erste Klasse besuchen würden.
        Die Vorschule ist ein spezielles auf die erste Klasse vorbereitendes Jahr. Eine Vorschulklasse besucht man an einer Schule. Es ist etwas komplett anderes als die Stunden die den “Vorschülern” im Kindi geboten werden.
        Grüsse Tina

        1. Ich weiß nichts von einer vorschulklasse an der Schule! Bei uns in Ba-Wü gibt es hierfür eine Forderklasse. Aber auch das ist sicher Bundesland abhängig

  3. Viele meiner VorrednerInnnen betonen,
    dass die Kinder individuell betrachtet werden sollen. Auch ich bin dieser Meinung.
    Und genau dafür ist diese Petition ja auch da! Denn es wäre der erste Schritt in die richtige Richtung, wenn Eltern (die ihre Kinder doch zumeist am besten einschätzen können) ein Mitsprache und Mitenscheidungsrecht bekämen.
    Leider stehen momentan der “individuellen Betrachtung” der Kinder meistens auch schulinterne/schulbezirksinterne oder auch anderweitige schulorganisatorische Belange entgegen (z.B. die Anzahl der Erstklässler entscheidet darüber, ob es eine oder zwei Klassen gibt. Und so ermittelt sich die Stundenanzahl, die die Schulleitung zur Verfügung hat. Je mehr Stunden, desto mehr Lehrer, desto einfacher die Planung und die insgesamte Unterrichtsversorgung in der Schule…) Die Schulleitung entscheidet über Einschulung oder Rückstellung eines Kindes. Oft steht den Rückstellungen einfach auch das Organisatorische entgegen, weswegen die Rückstellungen ungern genehmigt werden.
    Leider fehlen im Land sehr viele Grundschullehrer, so dass natürlich jedes Lehrerdeputat für die Schule kostbar ist.
    Zu den Kindern möchte ich noch erwähnen:
    Ich selbst bin Lehrerin und sehe die Problematiken der früh eingeschulten Kinder oft.
    Erst im 2. Halbjahr sind viele soweit, um emotional und sozial mit dem System Schule klarzukommen. Besonders die Jungen leiden häufig.
    Das belastet zuhause die ganze Familie.
    Häufig zieht es sich durch die gesamte Grundschulzeit. Früh eingeschulte Kinder werden seltener für das Gymnasium empfohlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nicht genauso intelligent sein sollen! Sie sind einfach zu früh mit dem System konfrontiert worden.
    Lasst die Eltern doch ihre Erfahrungen mit einbeziehen in die Entscheidung einer Einschulung.
    Einer vorzeitigen bzw. Frühen Einschulung der Kinder, die emotional und kognitiv schon soweit sind, steht doch ohnehin nichts im Weg! Darüber freut sich doch jede Schule
    Und die Politik 🙂
    Liebe Grüße Tina

    1. Mit knapp 6 meinst du unter 6?das ist ja das Problem, das viele Eltern zur Zeit haben. Dass die Kinder erst wenige Tage nach der Einschulung 6 werden

  4. Liebe Wioleta,

    da bin ich total bei Dir! Zwei Kinder im genau gleichen Alter sind total unterschiedlich und man kann nicht pauschal sagen, sie müssen zur Schule oder sie müssen noch warten.
    Diese Stichtage hat es schon immer gegeben, aber ich finde das ein bisschen zu bürokratisch. Man sollte es wirklich mehr von der Entwicklung des Kindes abhängig machen.

    Viele liebe Grüße,

    Tabea

  5. Du hast recht, ich finde auch, dass man das individuell betrachten sollte. Ich kenne genug 7 Jährige, die gerade mit Mühe und Not “Schulreife” hatten. Bei Euch sind die Voruntersuchungen aber sehr früh. Bei uns waren sie im letzten Kindergartenjahr, in dem die meisten ja schon 6 Jahre alt sind. Mein Kleiner hatte keine Schulempfehlung (von der Ärztin schon, aber der Kindergarten fand ihn noch zu verträumt), ist aber trotzdem eingeschult worden, weil wir es so wollten und ihm zutrauten. Die Entscheidung war richtig. Man muss das Kind aus verschiedenen Perspektiven anschauen, die Ärzte sehen nur eine Moment-Aufnahme und Erzieherinnen haben die Weisheit auch nicht mit dem Löffel gefressen. Bauchgefühl der Eltern ist wichtig. Meine Meinung!

    Lieben Gruß, Bea.

  6. Ich habe keine Kinder und weiß über diese Dinge zu wenig Bescheid, aber ich mag es grundsätzlich nicht ständig alles und jeden zu bewerten. Vor allem sollten wir Kinder mit dem Bewertungszwang verschonen.

    1. Bewertungen sind an sich nicht verkehrt, sie sollten aber objektiv bleiben. Und das sind sie oft nicht, weil Ansprüche sehr hoch gesetzt werden und die kinder zu sehr auf ein Level gestellt werden müssen. Der Rahmen sollte sich einfach vergrößern

  7. Das gesamte Schulsystem ist schräg. Hier in Hamburg zu mindest. Kinder werden nicht gesehen, über einen Kamm geschert und müssen Leistung zeigen. So werden Kleine Gemüter schnell total gestresst ..ganz traurig.

  8. Das Problem mit dem Stichtag gibt es immer mal wieder. Das war auch schon vor 10 Jahren so, als unser Racker in die Schule kam. Immer wieder diese Diskussionen. Ich fände eine Einzelbewertung auch viel besser. Wobei – unsere Grundschulen machen das. Bayern halt ;o) Da gibt es dann einen “Kennenlerntag” und die Kinder dürfen zeigen was sie können. Je nachdem gibt es eine Empfehlung, obs passt oder noch ein Jahr warten soll. Unserer war 6,5 Jahre und damit sogar einer der Jüngsten damals. Ich war bei meiner Einschulung schon über 7.
    (Und dieses Jahr hat er Abschlussprüfung – himmel – ich werd alt).
    Liebe Grüße an Dich
    Sandra

  9. Mich macht das gesamte Schulsystem wütend … weil es nicht zeitgemäßig ist und unsere Kinder in “Raster” drängt. Meine Kinder sind jeweils in der 2. Septemberwoche geboren … also genau ein paar Tage nach der offiziellen Einschulungsfrist. Ich hätte nie gedacht dass es so mühsam ist, aber mein Kleiner wurde nicht “früher” eingeschult weil die Direktorin bei dem Einschulungstest der Meinung war er sollte doch noch 1 Jahr in den KIGA gehen. Ein Witz! Er war 1 Jahr in der Vorschulegruppe des KIGA, hat alles mitgemacht was die anderen gemacht haben und konnte auch alles. Die Pädagogen haben mich bestärkt mich dagegen zu wehren und ihn eben in einer anderen Schule einzuschreiben. Ich habe es dann nicht gemacht … war mir den “Kampf” nicht wert. Jetzt kann mein Kleiner bereits sicher im 100er Zahlenraum rechnen und geht noch nicht mal in die Schule. Was für ein krankes System bei uns in Österreich … er wird sich halt jetzt auch in der Schule im nächsten Jahr langweilen …

    lg
    Verena

    1. Danke Verena, genau das habe ich ja versucht mit diesem Beitrag zu sagen! Ich finde es schrecklich, dass sich die Schule so sehr an einen Zeitraum fest nagelt und alle kinder somit gleichgestellt werden, ohne die individuellen Fähigkeiten zu beachten. Das ist bei uns in Deutschland leider nicht anders

  10. Hallo in die Runde,
    ich weiß gar nicht ob ich glücklich wäre, wenn mein Kind eher in die Schule geht. Es gibt weitaus größere Sorgen wie zum Beispiel: Warum lernen die Kinder nichts anstatt sich über die Einschulung Gedanken zu machen. Zu meiner Zeit gab es sowas nicht – sondern viele Hausaufgaben! Die habe ich übrigens sehr gerne gemacht. 🙂

    LG, Alexandra

  11. Ich hab leider auch noch keine Kinder und mich deshalb noch nicht damit auseinander gesetzt. Jedoch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es verdammt blöd ist, die jüngste in der Klasse zu sein. Zwar war ich im Kopf schon immer weiter, aber die anderen Kinder haben das einen spüren lassen und so wurde ich gleich in der ersten Klasse immer wieder ausgeschlossen.
    Darum bin ich eher dafür, dass Kinder später eingeschult werden, als zu früh!

    1. Siehst du bei mir war das umgekehrt 🙂 wir wurden in Polen erst mit vollendeten 7 Jahren eingeschult. Da ich im Februar Geburtstag habe, war ich 7.5 Jahre. In Deutschland lag die Grenze aber bei 6. Somit war ich immer über ein Jahr älter als alle anderen und hatte ebenfalls Probleme Anschluss zu finden

  12. Hey, unsere Kinder wurden eingeschult, als sie gerade so sechs Jahre alt waren – und bei uns war der Stichtag der 30. Juni und nicht der September…? Keine Ahnung, ob das von Land zu Land oder Kreis verschieden ist. Eigentlich sind mir solche Daten auch egal – ich bin wie du dafür, einfach das Kind individuell anzuschauen!
    Viele Grüße,
    Marie

  13. Nur zur Korrektur, der Stichtag der Einschulung ist Ländersache, so gibt es in 8 Bundesländer bereits den Stichtag 30.6.einige im August und einige September.Auch die Einschulungsuntersuchungen laufen überall anders ab.
    Wir haben in einem Land gelebt was Stichtag 31.12 hat und zwar in dem Jahr in dem sie 6 Jahre werden, sprich unsere Tochter hatte das “Glück” am 30.12. geboren zu sein, war also noch einige Monate von 6 Jahren entfernt und zurückstellen gibt es in Norwegen nur in aller wenigsten Fällen, mir ist nur 1 Fall bekannt und ja ihr hätte noch ein Jahr Kiga richtig gut getan. Ideal fände ich wie in einigen Ländern üblich 2x mal Einschulung im Jahr.

    LG Ina

  14. Ich bin zwar noch keine Mama, habe allerdings auch schon von der Debatte gehört und denke man sollte den Eltern definitiv eine Mitentscheidung einräumen. Sie kennen schließlich ihr Kind am besten, oder?
    Das Thema, das Kinder schon von klein auf dem gesellschaftlichen Drück stand halten müssen, hat mich erschrocken, aber du hast es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Auch wenn ich mir hier einen anderen IST Zustand wünschen würde.

    Viele Grüße
    Isa

  15. Ich bin eher für den Einschulungsstichtag im Sommer. Lieber werden Kinder zu spät eingeschult und sind dann schon etwas weiter (und tun sich leichter) als wenn sie zu früh eingeschult werden und anfangs hinterherhinken und sich schwer tun. Daher sehe ich das wie Dresden Mutti, als Eltern lieber für eine frühere Einschulung kämpfen als für eine spätere.

  16. Ich würde meine Tochter (27.09.) vielleicht auch “eher” einschulen, allerdings macht mir dann Bauchschmerzen, dass es Kinder gibt, die über (!) ein Jahr älter sind als sie. In einem kompletten Jahr tut sich soooo viel und die Kids sind dann einfach reifer. Soll meine Tochter also das junge Nesthäkchen sein? Oder lieber das ältere Kind? Ich entscheide mich wohl für zweiteres, da ihr mit fast 7 Jahren die Schule leichter fallen wird als mit fast 6 Jahren. Es ist doch schön, wenn ihr die Schule dann “leicht von der Hand” gehen wird.
    (Und es ist toll, dass ich hier in Sachsen diese in Entscheidung habe dank des frühen Stichtags. In NRW wäre sie ohne Wenn und Aber nächstes Jahr eingeschult worden.)

    1. Liebe Nadine,
      Da hast du etwas falsch verstanden 🙂 ich bin nicht gerenell für eine frühe Einschulung, sondern vielmehr dafür, das ganze je Kind zu betrachten.
      Ich finde, dass Bayern das ganze super gelöst hat: mit einem Einschulungskorridor. Das bedeutet, dass es Kindern, die in einem bestimmten Zeitraum geboren sind frei steht zu wählen, ob sie dieses oder nächstes Jahr zur Schule gehen sollen. Da könnte sich Baden-Württemberg ein Beispiel daran nehmen

  17. Da ich noch keine Kinder habe, ist das ein Thema mit dem ich mich ehrlicherweise noch gar nicht beschäftigt habe. Das was du aufwirfst, ist sicherlich interessant und zu bedenken. Toll dass deine Tochter so interessiert und neugierig ist =) Ich denke man sollte echt von Fall zu Fall entscheiden – manche sind halt mit sechs oder wenn sie gerade sechs geworden sind schon bereit für die Schule und andere eben nicht… Da sollte es doch flexible Möglichkeiten geben?
    Liebe Grüße,
    Emilie

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