Wie Du Dein Kind für Mithilfe im Haushalt motivierst

Haushalt lohnt sich nicht wenn die Kinder zuhause sind? Wenn ich diesem Spruch folgen würde, dann wäre hier Weltuntergangsstimmung. Denn zusätzlich zu der Kleinen ist jetzt auch noch die Große dauerhaft zuhause (ja, das Problem haben wir gerade alle). Unsere zusätzliche freie Zeit in der Ausgangssperre nutze ich, um die Wohnung auf Fordermann zu bringen. Dies bedeutet, dass hier mehr oder weniger ein Frühlingsputz stattfindet. Und glücklicherweise habe ich hier zwei kleine Helferinnen! In diesem Beitrag möchte ich Dir deshalb erklären, wie ich meine Kinder zur Mithilfe im Haushalt motiviere.

Freie Zeit für eine Grundordnung nutzen

Jeder von euch weiß, dass wir uns momentan in einer schwieigen Zeit befinden. Und auch wenn es mir nicht täglich und vor allem nicht rund um die Uhr gelingt, versuche ich immer das Gute zu sehen. Ein solcher Aspekt ist, dass ich nun, da ich nicht mehr so viel rausgehen soll, mehr Zeit habe mein Haushalt auf Fordermann zu bringen. Also ist bei uns aktuell Frühlingsputz angesagt! Dieser wäre jetzt vor Ostern sowieso dran gewesen und schon habe ich einen Grund mehr, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Denn einige Aufgaben schiebe ich selbst ziemlich lange vor mir her.

Mithilfe im Haushalt von Deinen Kindern fordern

Das haben wir bereits erledigt

Wir waren bereits in der ersten Woche, in der wir mehr oder weniger in Quarantäne sind, einiges erledigen können, das angefallen war. Das schöne ist, dass nun alle mit anpacken können:

  • Schränke und Schubladen mit Wintersachen haben wir ausgemistet. Die Winterjacken sind gewaschen und verstaut
  • Außerdem haben wir unsere Gardinen gewaschen und gebügelt
  • Heute habe ich den Backofen in Agriff genommen und gereinigt

Das haben wir noch vor

Das ist natürlich noch nicht im Ansatz das, was ich erreichen wollte, daher eine kleine Übersicht, was wir noch vor haben:

  • Speisekammer ausmisten
  • Dachboden aufräumen
  • Fenster putzen
  • Schreibtisch aufräumen / Ordner mit Unterlagen neu sortieren und alte entsorgen
  • Hasenstall nach unten befördern und den Balkon reinigen

Übrigens habe ich hier einen tollen Beitrag, was Du mit dem ausgemisteten Krempel machen kannst.

Mithilfe im Haushalt von den Kleinsten

Wo ich bei der Großen den Anschluss verpasst habe, habe ich bei der Kleinen direkt angeknöpft. Lea liebt es, mit einem Lappen durch die Wohnung zu rennen und Dinge weg zu wischen. Ich habe sie, sobald es von ihrer Motorik her möglich war, direkt in die Hausarbeit mit eingebunden, dosass es für sie Normalität ist. Sie übernimmt schon ganz einfache Aufgaben: gibt mir das Besteck aus der Spülmaschine, damit ich dieses einsortieren kann und wischt Flecke mit einem Tuch weg. Das tut sie mit gerademal etwas über einem Jahr! Wie ich es gemacht habe? Ich vermittel ihr Spaß dabei. Wir machen es zusammen und sie ist stolz darauf, Mama gehofen zu haben.

Große Kinder zur Mithilfe im Haushalt motivieren

Doch haben wir den obigen Zug einmal verpasst, wird es schwer, die Kinder weiterhin für Haushaltsaufgaben motivieren zu können. Wir müssen hier quasi wieder von neu starten, um ihre Mithilfe im Haushalt erwarten zu können. Daher möchte ich Dir im folgenden unsere Tipps und Tricks zeigen, wie wir die Große zur Mithilfe ermuntern. Versteht mich nicht fasch, sie rennt hier nicht fröhlich durch die Wohnung und möchte mir freiwillig helfen. Aber die kennt ihre Aufgaben und ist offen für neues.

Feste Aufgaben vergeben

Wir haben mit ihr zusammen zwei Aufgaben gesucht, die sie fest in unserem Haushalt übernmmt. Die Wahl fiel auf Tisch abräumen und ihre Kleidung abhängen und selbstständig in den Schrank zu räumen. Ich sags euch wie es ist: ihr Schrank sieht dementsprechend aus. Aber sie macht es, denn sie weiß, dass es ihre feste Aufagbe ist.

Routinen schaffen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und noch mehr als wir Erwachsenen brauchen Kinder feste Abläufe. Diese geben ihnen eine Orientierung und vermitteln Sicherheit. Meine Kinder wissen, dass ich morgens vor dem Frühstück das Wohnzimmer aufräume, weil es für mich entspannender ist, in einem sauberen Raum zu essen. Und sie wissen auch, dass ich vormittags sauber mache, um nachmittags mehr Zeit für sie zu haben. Diese Zeit nutzen wir, um gemeinsam aufzuräumen und sie haben mittlerweile gelernt, dass es zusammen viel schneller erledigt ist.

Belohnungen vereinbaren

Wie auch wir für unsere Arbeit Geld bekommen, wird meine Tochter ebenfalls bezahlt. Letztens kam das Thema Taschengeld auf: sie wollte unbedingt eigenes Geld, von dem sie sich etwas kaufen kann (dazu gehören immer Zeitschriften und Nintendo Spiele). Also haben wir vereinbart, dass sie im Gegenzug jeden Sonntag Taschengeld erhält, sofern sie ihre Aufgaben erledigt.

Falls Deine Kinder noch kleiner sind oder Du aus anderen Gründen kein Taschengeld zahlen kannst oder willst, kannst Du Dir andere „Bezahlungen“ überlegen. Wer im Haushalt mithilft, darf eine halbe Stunde am Tag TV schauen, etwas süßes Essen, usw. Die Entscheidung liegt Dir völlig frei und muss zu Deinem Erziehungsmodell passen.

Ausprobieren lassen

Mit der zeit entwickeln die Kinder ein Interesse an diversen Aufgeben und möchten helfen. Ich lasse meine Große hin und wieder neues ausprobieren. Zum Beispiel darf sie mir die Fensterrahmen abwischen, wenn ich die Fenster putze. Sie probiert sich letztens auch gerne mit unserem neuen Staubsauger aus. Eine besondere Entdeckungsreise ist es immer, auf dem Dachboden zu stöbern. Auch hier heißt es, kreativ bleiben.

Vorbild sein

Das allerwichtigste, was Du einhalten musst, um Mithilfe im Haushalt erwarten zu können, ist es, selbst Deinen Haushalt zu machen. Denn welches Kind möchte schon anpacken, wenn die Eltern es nicht vorleben? Dies ist ein schwieriges Thema, denn auch wir sind nicht gerade die ordentlichsten (hier erfährst Du meine Tipps wie Du Unordnung verstecken kannst). Wieso sollten Deine Kinder ihren Schreibtisch sauber halten, wenn Deiner vor Dokumenten nicht mehr zu sehen ist? Sei ein gutes Vorbild, zeige Deinen Kindern, dass Saubermachen wichtig ist und der Rest kommt (fast) ganz von alleine.

Wie ist das bei Dir? Helfen Deine Kinder im Haushalt? Und wie motivierst Du sie? Erzähle davon in den Kommentaren

3 Antworten auf „Wie Du Dein Kind für Mithilfe im Haushalt motivierst“

  1. Danke für die tollen Tipps! Ich finde es bei kleinen Kindern auch einfacher, sie sind ja oft von sich aus total motiviert Mama und Papa helfen zu wollen. Deshalb bin ich auch der Meinung die Kleinen schon früh einzubinden und helfen zu lassen, auch wenn es dann nicht perfekt wird oder länger dauert. Bin gespannt wie es sich die nächsten Jahre entwickeln wird und ob die Lust auf Mithilfe im Haushalt dann vergehen wird 😀

    Liebe Grüße,
    Diana

  2. Meinem 17jährigem ist zeitweise so langweilig derzeit, dass er freiwillig mit mir putzt. Wir haben schon einiges geschafft. Ich glaube, so sauber war es bei uns noch nie. Er hat aber immer schon gern im Haushalt geholfen. Ich glaube, da habe ich bei der Erziehung alles richtig gemacht.
    Liebe Grüße und bleibt gesund
    Sandra

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