Mit Kindern in den Urlaub – das solltest Du vorher erledigen

Mit Kindern in den Urlaub – das solltest Du vorher erledigen

In ein und halb Wochen geht es endlich los: wir fahren mit unseren Kids nach Italien! Während wir mit der Großen schon mehrfach im Ausland waren, ist es mit der Kleinen doch Neuland. Was muss man mit Baby und Kind im Ausland beachten? Was vorher am besten erledigen? Muss ich für das Baby gewisse Dinge selbst mitnehmen? Worauf Du achten solltest, bevor Du mit Deinen Kindern ins Ausland reist und weitere Tipps findest Du in diesem Beitrag.

Die Reisedokumente

Ein gewöhnliches Ausweisdokument für Kinder ist der sogenannte Kinderreisepass. Er ist günstiger als der normale Reisepass und wird meist innerhalb weniger Tage, in unserer Stadt sogar direkt vor Ort ausgestellt. Nur wenn ihr in ein Ausland reist, in dessen Einreise ein Visum benötigt wird, musst Du für Dein Kind einen richtigen Reisepass beantragen. Der Kinderreisepass ist 5 Jahre gültig.

Für den Kinderreisepass benötigst Du folgendes:

  • Passbilder
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Ausweisdokumente der Eltern
  • Ein Vollmachtsdokument (dies gibt es meist auf der Homepage Deiner Stadt)

Für den Kinderreisepass habe ich gerade mal 13 € bezahlt, bei einer Aktualisierung würden 6 € fällig. Mir wurde zum Beispiel geraten, das Bild irgendwann aktualisieren zu lassen, da die Babys später nicht deutlich wiederekennbar seien.

By the way: durch Zufall habe ich heute erfahren, dass meine Kinder doppelte Staatsbürgerschaft haben. Die frühere Staatsbürgerschaft der Eltern würde, sofern sie nicht abgetreten wurde, automatisch weiter vererbt.

Babynahrung einkaufen

Die ausländischen Standards sind oft nicht dieselben wie bei uns, auch wenn vieles durch die EU schon angepasst wurde. Ich habe Nahrung für die gesamte Reise eingekauft, Breigläschen für Mittagessen und Breipulver für den Abend. Frisch kochen spare ich mir in dieser einen Woche mal und entspanne ein bisschen 🙂 Zusätzlich habe ich Babywasser eingekauft. Zuhause nutze ich immer abgekochtes Leitungswasser und bin nicht sehr pingelig. In Malta beispielsweise habe ich jedoch schon erlebt, dass das Wasser aus der Leitung salzig war, da es direkt aus dem Meer gepumpt wurde. Wenn ich das Hotel oder das Ferienhaus nicht kenne und nicht weiß , woher das Wasser kommt und wie sauber es ist, möchte ich dieses nicht für mein Baby verwenden.

Hotel oder Ferienhaus?

Wir haben Urlaub schon in fast allen Formen durch: vor drei Jahren waren wir bei meiner Familie in einem Haus, letztes Jahr in einem Hotel und dieses Jahr ist eine Prämiere: wir haben ein Ferienhäuschen gebucht. Ich sehe in letzterer Variante viele Vorteile, die ich im Hotel so nicht hatte:

  • Zwar bekomme ich das Essen nicht serviert oder fertig vom Buffet, dafür habe ich aber keine Essenszeiten, an die ich mich halten muss. Ich kann dann essen, wann es mir und meiner Familie passt. Nach einem längeren Ausflug müsste ich so nicht bangen, dass es dann nichts mehr gäbe, sondern könnte mir in meiner Küche selbst etwas machen.
  • Wir sitzen nicht mehr alle in einem Zimmer und müssen leise sein, sobald das Kind schläft. Wir können uns einfach in einen anderen Raum setzen oder vor das Haus und uns noch etwas entspannen. Etwas Zeit als Paar verbringen, das geht im Alltag schließlich unter

Andererseits gibt es viele Babyhotels und Anlagen, die super Service rund ums Baby bieten. Dort gibt es spezielle Ausstattung wie Babybadewannen (die ich im Ferienhaus selbst mitbringen muss) oder Angebote wie Kinderbetreuung. Wer alle Verpflichtungen abgeben will, für den ist ein Babyhotel oder Familienhotel die richtige Wahl.

Bekannte Medikamente mitnehmen

Besonders vorsichtig bin ich bei meinen Kindern mit Medikamenten. Die von unserem Kinderarzt verordneten kennen meine Kinder und ich weiß, dass sie diese ohne weitere Nebenwirkungen vertragen. Deshalb habe ich unsere gängigen Medikamente und solche, die wir im Notfall gebrauchen können, frisch eingekauft. Dazu gehören auch Fiebermedikamente oder Bauchwehzäpfchen.

Übrigens: sollte Dein Baby oder Kind im Urlaub krank werden, solltest Du Deinen Urlaub verlängern. Besonders das Fliegen kann mit Fieber gefährlich werden.

Bekanntes mitbringen

Auch wenn es im Urlaub immer spannend ist und die Kinder gerne viel sehen und unternehmen, denke immer daran, vertrautes Spielzeug mitzunehmen. Die Kinder zeigen oft nicht, dass sie eine Pause vor den vielen Eindrücken brauchen. Wenn das Spielzeug nicht neu ist, sondern den Kindern gut bekannt, schafft es ein Stück weit „Sicherheit“ im aufregenden Urlaubstag.

Besonders Kuscheltiere spielen hier eine große Rolle und dürfen auf keinen Fall vergessen werden.

Auch vertraute Rituale sollten im Urlaub nicht völlig über Bord geworfen werden. Es hilft den Kindern, sich zu orientieren, wenn sie zum Beispiel abends dieselben Abläufe haben, wie zuhause auch. Dann wird auch das Schlafen bestimmt gut klappen.

Tipps für den Reiseweg

Ganz gleich ob ihr mit Auto oder Zug reist, oder gar fliegt, so eine Reise kann bsonders Kindern sehr lang vorkommen. Wie oft habe ich den Satz gehört „sind wir schon da?“ . Vor allem mit einem Baby, das nicht gerne Auto fährt, habe ich etwas Angst vor der Reise. Doch wir Eltern sind ja schließlich einfallsreich, was die Unterhaltung unserer Kleinsten angeht. Das sind unsere Tipps:

  • Ein Erwachsener sollte hinten Baby sitzen, um es zu unterhalten. Vielleicht kann sich ein älteres Geschwisterchen mit dem Elternteil abwechseln. So ist das Kind ebenfalls beschäftigt und die Mama hat etwas Pause.
  • Wenn es möglich ist, reist nachts, damit die Kinder noch eine Weile schlafen
  • Nehme genug Spielsachen, Bücher und eventuell Konsolen für die Kinder mit, um diese bei Laune zu halten
  • Bei einer Reise mit dem Auto: Nehme Dir Zeit für mögliche Pausen, plant jedoch nicht zu viele davon ein. Versucht die Fahrt nicht zu sehr auszudehnen

Demächst: in wenigen Tagen möchte ich meine Packliste mit Dir teilen!

Was sind Deine Tipps für einen entspannten Urlaub mit Kindern? Was möchtest Du anderen Eltern mit auf den Weg geben? Erzähle davon in den Kommentaren.

18 Gedanken zu „Mit Kindern in den Urlaub – das solltest Du vorher erledigen

  1. Das sind echt schöne Tipps.
    Bei Medikamenten wäre ich ein wenig vorsichtig, weil nicht alle Medikamente einfach so in beliebiger Menge in jedes Land eingeführt werden dürfen. Aber nach Italien ist das ja kein Problem!

  2. Ein toller und hilfreicher Beitrag ist das. Mir fällt gerade auf, dass es ganz schön viel Vorbereitung benötigt, wenn man mit Kind reist. Da gibt es wohl eher weniger spontane Urlaube?

    Lieber Gruß
    Sophia

  3. Danke für die tolle Liste – die hab ich mir gleich mal für die nächste Reise gespeichert! Aktuellen Reisepass haben wir zwar, aber den Rest braucht man ja eigentlich immer 🙂

    Alles Liebe
    Katii

  4. Hey, wir waren schon oft mit unseren Kindern im Urlaub, bisher aber immer nur in Deutschland oder dem benachbarten Ausland. Wir präferieren mittlerweile Ferienwohnungen, da wir einen Hund haben – höchstens bei Kurztrips gehen wir in Hotels. Wie du schon sagst – da müssen bis 10 Uhr alle geschniegelt und gebügelt am Buffet gewesen sein, während wir im Ferienhaus locker um 12 Uhr mit Brunchen anfangen können. 🙂
    Viele liebe Grüße,
    Marie

    1. Ach wie schön das wäre, wenn m wieder eine Zeit kommt, zu der ich um 12 erst brunchen kann! Nein Spaß, ich verstehe genau, was du meinst. Und mit Hund finde ich Häuser generell sinnvoller

  5. Liebe Wioleta,

    wieder ein super nützlicher Artikel. Erst gestern habe ich mit einer Freundin über das Thema gesprochen, bei ihr steht auch der Urlaub mit einem Kleinkind in den Startlöchern und sie ist dezent nervös. Daher werde ich deinen Beitrag gleich mal weiterleiten.
    Das mit der frühere Staatsbürgerschaft ist wirklich interessant. Wusste gar nicht, dass die vererbbar ist. Habe immer geglaubt, man müsse in dem jeweiligen Land geboren worden sein. So kann man sich irren.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo,
      Vielen Dank fürs weiterleiten!
      Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass sie eben Deutsch sind. Es kann ja generell nie schaden, multikulturell zu sein. Wäre aber besonders bei der großen gut gewesen, sowas vorher zu wissen

  6. Ich hatte Gottseidank sehr pflegeleichte Kids, was das Reisen angeht. Meistens haben sie im Auto geschlafen oder haben aufmerksam nach draußen geschaut. Mit Büchern konnte ich sie von klein auf beschäftigen, die jüngste liebte ihre Maltafel. Wir haben auch in unterschiedlichen Ländern Urlaub gemacht, eigentlich könnte ich aber immer vor Ort das Wichtigste für die Kleinen bekommen. Im Auto kann man ja alles einpacken, im Flieger eher nicht😊

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