Kleinkind stillen – diese Fragen hören wir am Häufigsten

Kleinkind stillen – ein sehr gespaltenes Thema! Kennst Du das, wenn etwas gar nicht geplant war und dann plötzlich ganz lange anhält? So erging es mir mit der Stillbeziehung zu meiner kleinen Tochter. Da ich meine Große nie gestillt hatte, ging ich beinahe ohne Erwartungen an die Sache heran. Tatsächlich hatten wir von Beginn an so viele Komplikationen, dass ich gar nicht damit gerechnet habe, auch nur 4 Wochen das Stillen durch zu halten. Und hier stehen wir nun zwei Monate nach ihrem ersten Geburtstag. Die Menschen in meiner Umgebung reagieren da sehr gespalten: von den totalen Befürwortern bis zu zu den Verständnislosen sind alle dabei. Und doch begegnen mir immer wieder dieselben Fragen. Und genau diese möchte ich euch in dem heutigen Beitrag beantworten.

Ein Baby zu stillen ist das Natürlichste der Welt. Aber was, wenn das Kind kein Baby mehr ist, dennoch recht häufig an die Brust kommt? Manche Kinder haben eine sehr intensive Beziehung zur Brust ihrer Mutter. Kein Wunder, schließlich hat sie ihnen so viele Monate nicht nur Nahrung, sondern auch Trost, Nähe und Sicherheit gegeben. Während viele dem Stillen im ersten Jahr sehr positiv begegnen, sind die Reaktionen ab dem ersten Geburtstag sehr gespalten – auch von Müttern, die im ersten Jahr noch gestillt haben.

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Kleinkind stillen – ein Einblick in unsere Stillerfahrung

Wie ihr aus meinem Beitrag „Vom Stillen und Flasche geben – vom Scheitern und Erfolg“ bereits wisst, war unsere Stillbeziehung alles andere als einfach. Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet, nun über das erste Jahr hinaus noch zu stillen. Zuerst hatten wir Probleme beim Anlegen und mit dem Gewicht, dann hatte ich zu viel Milch und bis in den 11. Monat hinein Brustentzündungen. So oft habe ich mr gedacht „ich kann nicht mehr, wir stillen ab!“ Doch hier sind wir im 14. Lebensmonat! Das haben wir hauptsächlich meiner kleinen Maus zu verdanken, die immer noch sehr an meiner Brust hängt – und das wortwörtlich.

Besonders in meinem Bekanntenkreis versuche ich dieses Thema nicht mehr an die große Glocke zu hängen, da ich schon genau weiß was kommt: nämlich, dass die meisten es besser wissen. Und vor allem, dass einfach jeder seinen Senf dazu geben muss. Und da ich es leid bin, immer wieder dieselben Fragen beantworten zu müssen, kommen hier die TOP 5 Fragen zum Langzeitstillen und meine Antworten. Und bitte nie vergessen, alles mit einem Augenzwinkern zu sehen!

Tun die Zähne denn nicht weh?

Bekanntlich bekommen Babys im Durchschnitt mit 6 Monaten den ersten Zahn. Bei manchen kommt dieser weitaus früher, bei anderen erst viel später. Meine beiden Kinder haben erst mit 8 Monaten Zähne bekommen. Dennoch stillen die meisten Frauen ein Kind mit Zähnen bereits im ersten Jahr. Ich muss sagen, dass die Zähne zu anfang etwas gewöhnungsbedürftig waren, mittlerweile merke ich diese überhaupt nicht. Sie ist aber sehr vorsichtig und beißt mich nicht. Also macht euch keine Sorgen 🙂

Wann wollt ihr abstillen?

Diese Frage stellen mir nicht nur bekannte, ich bekam sie auch von Ärzten gestellt. Tja, um ehrlich zu sein, haben wir schon unzählige Abstillversuche gestartet. Diese haben jedes Mal in einem großen Drama geendet. Das Problem ist, dass sie weder Flasche noch Schnulli nimmt und ihr dann etwas wichtiges fehlt, das ich so einfach nicht ersetzen kann.

Jedoch hatte ich nie vor, mein Kleinkind überhaupt zu stillen, daher ist es für mich immer wieder schwierig, diese Frage zu beantworten. Ich sage dazu gerne „wenn sie bereit ist“, aber ganz wahr ist das auch nicht. Zumindest haben wir kein festes Datum dafür gesetzt.

Fehlt Dir nicht Deine Freiheit?

Oh und wie! So gerne hätte ich letzten Dezember ein Glühwein auf dem Markt getrunken oder wäre auch nur mal gerne für ein paar Stunden aus dem Haus, ohne Angst vor einem Milch Drama zu haben! Doch, es ist wirklich so, dass ich mich meiner Freiheit beraubt fühle. Aber ich versuche positiv zu denken: es wird ja nicht ewig so bleiben. Und ich habe als junge Mama so viele Jahre vor mir, in den ich noch raus gehen oder etwas trinken kann. Das eine Jahr hin oder her macht den Brei nicht mehr heiß. Über Sorgen wie diese habe ich übrigens einen Gastbeitrag bei der Lieben Annette von Gesundheitsgeflüster geschrieben. Schau schnell vorbei!

Wie willst Du so denn arbeiten?

Es gibt Themen in der Gesellschaft, die immer einen bitteren Nachgeschmack haben. Da gibt es das Impfen, das Stillen an sich und den Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in den Beruf. Während die einen bereits nach einem Jahr gehen, bleiben andere mehrere Jahre daheim. Egal wie man es regelt, ist es meist doch so, dass man es falsch macht. Die, die früher gehen, lassen ihre Kinder im Stich und die, die lange daheim bleiben, sind faul.

Momentan wird die Kleine nicht fremdbetreut und ich kann aufgrund der Wirtschaftskrise noch etwas daheim bleiben, da die Stellen rar sind. Ich stelle mir so eine Betreuung auch schwierig vor, da sie ungerne schläft und ja eben auch die Milch braucht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, drei Jahre zuhause zu bleiben. Dafür arbeite ich zu gerne und brauche meine finanzielle Freiheit. Momentan habe ich so einen Plan im Kopf, wie ich das regeln möchte, das hängt aber vom neuen Job meines Mannes ab. Ich halte euch aber auf dem Laufenden!

Werden Deine Nächte nicht besser, wenn Du abstillst?

Wer uns kennt, weiß genau, dass ich im letzten Jahr ein Zombie bin. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich seit die Kleine auf der Welt ist, kam geschlafen habe. Vielen Personen kommt es nahe, dass sie so schlecht schläft, weil sie ja gestillt wird und meine Nächte sicherlich besser werden, wenn wir es lassen.

Ich habe von diesem Phänomen zwar gehört, dass einige Kinder angefangen haben durchzuschlafen, nachdem sie abgestillt waren. Aber es gibt auch einige Gegenargumente:

  • Es gibt Menschen, die nun einmal schlechter schlafen. Das tun sie nicht nur als Baby, sondern auch im späteren Alter. Ich selbst habe bis heute Probleme mit dem Durchschlafen und werde weiß Gott seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr gestillt!
  • Meine Große, die nie gestillt wurde, hat auch schlecht geschlafen. Ihr musste ich nachts 100 Mal den Schnuller suchen
  • Es ist bequemer nachts kurz die Brust aus zu packen, als herum zu laufen oder die Flasche zu machen

Fazit zum Kleinkind stillen

Das Thema Kleinkind stillen fühlt sich auch für mich manchmal noch komisch und nicht ganz richtig an. Und es war nie der Plan, bis ins Kindergartenalter hinein zu stillen. Mal sehen, wie sich das ganze dann entwickeln wird. Jedoch versuche ich es gelassen zu sehen: denn die Blume wächst nicht schneller, wenn man an ihr zieht!

Wie lange hast Du gestillt? Und wann war der Moment, an dem ihr abgestillt habt? Erzähle von Deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

2 Antworten auf „Kleinkind stillen – diese Fragen hören wir am Häufigsten“

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