Gemeinsame Familienplanung

Wir können in einer Beziehung viele unterschiedliche Ansichten haben. So zum Beispiel gehören unterschiedliche Freunde und Hobbies dazu. Wir können einen völlig unterschiedlichen Musikgeschmack haben und andere Weinsorten mögen. EIn Vegetarier kann mit einem fleischliebenden Mann zusammen leben. Wenn ein Paar sich in einer Sache jedoch einig sein muss, dann ist es die Familienplanung und gemeinsame Zukunft.

Eine gemeinsame Zukunft vorstellen

Bereits in der Anfangsphase jeder Beziehungen tauschen sich die Personen über die Vorstellung einer zunächst eigenen Zukunft aus. Was will man im Leben erreichen? Wo will man in zehn Jahren stehen? Ist man der Karierre-Mensch und möchte studieren oder will man in den nächsten Jahren einach nur mal leben und reisen? Und ist man an einer festen Beziehung überhaupt interessiert? Die Partner merken mit der Zeit, ob ihre Vorstellungen und Wünsche miteinander übereinstimmen und ob eine Beziehung auf lange Zeit überhaupt möglich ist. Natürlich haben junge Paare auch das Glück, dass sich zwei Freigeister treffen und miteinander zehn Jahre leben und Spaß haben, ohne dass ein Wunsch nach einer Heirat entsteht. Oder beide möchten ziemlich bald eine Familie gründen. Oder sie arbeiten so viel, dass erst einmal nur die Karierre der beiden im Vordergrund steht. Nur Paare, die sich dessen einig sind, können zusammen bleiben.

Woher kommen persönliche Änderungen?

Manchmal kann man seine Zukunft noch so genau planen und alles ändert sich. Das kann durch gesundheitliche, berufliche und gesellschaftliche Umstände passieren und ein noch so perfekt aufgestellter Plan geht einfach zunichte. Unser ganzes Leben, das wir nach dieser einen Idee gerichtet haben verschwindet plötzlich. Und dann kommt dieser kurze Gedanke, ob die Beziehung noch so weiter geführt werden kann und will. Denn ein Mann, der sich unbedingt Kinder wünscht, kann nicht bei einer Frau bleiben, die plötzlich um ihre Beförderung kämpft, ohne dass er sich vernachlässigt fühlt. Eine Frau mit Kinderwunsch wird nicht Jahre warten, bis ihr Mann sich dazu überwunden hat, Vater zu werden. Es fehlt manchmal nur ein Angebot des Chefs oder eine gesundheitliche Prognose, die unsere ganzen Pläne umwirft und ganz neue bildet – nur wenn der Partner sich von diesem Umständen nicht mitreißen lässt, wird die Situation für die ganze Familie schwierig.

Kompromisse finden

In diesem Fall gilt es immer, einen Mittelweg zu finden und sich anzupassen. Nicht nur man selbst, sondern auch der Partner muss etwas attraktives im neuen Umstand sehen, um mitziehen zu können. Wir haben uns beide sehr ein zweites Kind gewünscht. Doch durch meine gesundheitlichen Probleme haben wir dieses Thema lange aufgeschoben. Danach kamen die OPs von meinem Mann und das Angebot zur Umschulung – welche plötzlich statt 6 Monaten 28 Monate geht. Er hat einen neuen Weg gefunden, sein Leben zu gestalten. Und ich bleibe mit meinem Kinderwunsch alleine zurück. Also haben wir den Kompromiss geschlossen, in eine kleinere Wohung zu ziehen (das leere Zimmer ist schließlich nun überflüssig), Geld für unser Eigenheim zu sparten, zu reisen und mit unsrem nicht mehr ganz so kleinem Kind viele Orte zu sehen und zu erleben und, wenn seine Umschulung sich nach 1,5 Jahren dem Ende zuneigt, den Kinderwunsch nochmal aufzugreifen. Und das alles funktioniert nur mit Verständnis und dem Mitführen des Partners in den neuen Plan.

Alleingänge machen die Beziehungen kaputt

Diese Änderung hätte nicht funktioniert, hätte er weiter auf seinem neuen Plan beharrt und mich stehen gelassen. Schließlich hat man sich sein gemeinsames Leben bereits ausgemalt und andere Personen eingeweiht. Hätten wir keinen Kompromiss gefunden, wäre er allein mit seiner Umschulung geblieben und ich alleine mit meinem Kinderwunsch (und ohne Mann auch ohne zweites Kind). Wenn die Argumente richtig gelegt werden und die Kommunikation und das Verständnis stimmt und die ursprünglichen Pläne nicht plötzlich weggeworfen, sondern auf einen anderen Zeitpunkt verlegt werden, leben diese Ideen trotzdem weiter und können irgendwann umgesetzt werden.

Noch so oft kann ich aus meiner Erfahrung allen Partnern raten: Miteinander reden ist Alles!

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