Familienplanung und Karierre? – So kannst Du beides abschließen

Bisher gab es meist ein bestimmtes Muster an Eltern: diejenigen, die schnell Kinder bekommen haben und in irgendwelchen Jobs arbeiteten und auf eine weitere Karierre verzichteten und diejenigen, die erst Jahrelang ihre Karierre sorgfältig aufgebaut haben und sich erst Mitte 30 für das Thema Familie öffnen konnten. Zu den beiden Modellen gehörten wir beide von Anfang an nicht. Und während wir bei unserem ersten Kind noch wie Exoten betrachtet wurden, die den Mut und die Kraft hatten, gleichzeitig Kinder zu zeugen und Berufe zu erlernen und sich um die Karierre zu kümmern, nimmt dieser Trend immer mehr Fahrt auf. Die Firmen scheinen hier moderner geworden zu sein, man sieht immer mehr Studi-Mamas, Auszubildende mit Kindern, Väter, die den Meistertitel abschließen. Dieses Jahr noch wird mein Mann 30, ist Umschüler und unsere zweite Tochter, die jederzeit zur Welt kommen kann, wird unsere Familienplanung abschließen. Und auch ich habe zum Ende meiner Zwanziger Pläne für die Zukunft, sowohl familiärer als auch beruflicher Hinsicht. Wie wir das ganze finanziell und persönlich meistern, möchte ich euch im heutigen Beitrag erklären und den vielen Mamas und Papas, die berufliche Perspektiven haben, Mut machen, um sich auch mit Kind fortzubilden und die eigene Zukunft anzupacken!

Unsere Tochter machte uns erwachsen

Ja, auch wir beide gehörten mal zu den lockeren jungen Erwachsenen. Während mein Mann bzw damals Freund sich von Jobangebot zu Jobangebot schlängelte, beschloss ich mit 19 erstmal keine Lust mehr auf Schule zu haben und gab kurz vor meiner Fachhochschulreife auf. Wir haben also hier und da gejobbt, waren zwischendrin daheim, aber das war alles gar nicht schlimm, denn an den freien Tagen gab es ja die Partys und unsere Wohnung war bezahlbar. Nach wenigen Monaten hat sich unsere große Tochter angekündigt, mein Mann hatte seinen Job verloren, ich hatte meinen erst wieder gewechselt und irgendwie war uns klar: jetzt müssen wir uns ändern.

Junge Eltern bekommen oft komische Kommentare ab. Ja, ich bin schon Mutter! Und stolz drauf!
Die finanzielle Lösung, um das Lernen zu ermöglichen

Da aber vor allem mit Kind das Geld nicht vom Himmel fällt und wir uns damals schon zu stolz waren, von Vater Staat zu leben, haben wir beschlossen, bis alle in trockenen Tüchern sind, muss der eine den anderen über Wasser halten. So habe ich meinen Mann erst finanziell unterstützt, damit er sich den geeigeneten Job suchen konnte, den er auch gelernt hatte. Danach hat er vollzeit verdient, damit ich erst in Ruhe meine Elternzeit machen und mit 22 meine Ausbildung zur Industriekauffrau anfangen konnte – mit einem u3 Kind, welches in dieser Zeit in die Ganztagsbetreuung musste. Als ich fertig war mit Lernen und richtig verdient habe, began er seine Umschulung.

Unsere finanzielle Lösung ist also Vertrauen und aufeinander aufpassen. Es gab nie “mein Geld – dein Geld” oder “ich bin hier der, der Miete zahlt”, weil beide von uns diesen Part schon übernommen haben, um den anderen zu ermöglichen, seine Karierre voran zu schreiten. Dabei haben sich die Pläne in der Zwischenzeit geändert, aus seinem Maler und Lackierer Meister und unserem kleinen Traum vom einer eigenen Firma wurden drei Knie-OPs und eine Umschulung in die Industrie, aus meiner Chefassistentin wurde erstmal eine zweite Babypause und anschließend wird ein Firmenwechsel folgen. Aber wir haben den anderen bei jeder dieser Entscheidungen voll und ganz unterstützt und über Wasser gehalten. Und das ist der Grund, wieso wir uns immer aufeinander verlassen können werden.

Das Lernen und die Quality Time mit Kindern

Außer den finanziellen Sorgen in einer Ausbildung mit Kind, kommt auch die Tatsache hinzu, dass man einfach nicht so viel Zeit hat. Zwar gibt es mittlerweile die Möglichkeiten auf eine Aubildung in Teilzeit, diese dauert aber ein Jahr länger und wird noch schlechter bezahlt. Also haben wir beide die harte Version gewählt mit Vollzeit, Notenvorgaben und möglichst kurz (mein Mann lernt den Industriemechaniker in 2 Jahren statt in 3,5). Während sich meine Klassenkameraden immer beschwert haben, wie sie nach ihrem Job noch Hausaufgaben machen und lernen sollen, musste ich mein Leben mit einem zu Beginn der Ausbildung 15 Monate alten Kind und einer Firma mit gern gesehenen Überstunden stemmen. Nach 10 Stunden Fremdbetreuung für meine Tochter hatte sie eine Mama, die noch den Haushalt hatte, sich jeden Abend mit dem Kind beschäftigt hatte (wir sind ein TV-feindlicher Haushalt und unsere Kinder haben da sehr beschränkte Zeiten!) und nach dem ins Bett gebrachten Kind sich abends an den Schreibtisch setzte und lernen musste. Da ich mein erstes Jahr als EQJ absolvierte, musste ich einen Notenschnitt von 2,0 vorweisen, um ins zweite Jahr zu dürfen. Dennoch war es mir immer wichtig, in den zwei Stunden zwischen Feierabend und Bettzeit immer Zeit für meine Tochter zu haben, gemeinsam zu spielen und den verpassten Tag aufzuholen.

Wie Du trotz einem Vollzeit Job intensiv Zeit mit deinen Kindern verbringen kannst, habe ich hier bereits beschrieben

 

Auch hier war ich immer glücklich, dass wir beide einfach funktionieren. Wir hatten feste Abende vereinbart, an den ich in Ruhe lernen konnte und wenn eine Phase mit vielen Klausuren kam, machte mein Mann am Wochenende Ausflüge mit der Kleinen, damit ich was für die Schule tun konnte. Durch meine Prüfungen kam ich dann dank meiner über 70 Überstunden, die ich plus Urlaub abbauen musste und einfach gelernt habe, während sie in der Ganztagsbetreuung war.

Wenn Mütter eine Ausbildung machen und ein kleines Kind haben, werden ganz andere Anforderungen an sie gestellt, als an normale Azubis. Welche, könnt ihr hier nachlesen.

 

Mein Mann hat es gerade etwas einfacher, da ich während seiner Lernzeit eh im Beschäftigungsverbot bin und mehr Zeit habe, mich um unsere bald große Tochter zu kümmern. Bei ihm kommt aber der Faktor Fahrtweg hinzu, da er eine Strecke zur Arbeit von ca 50 km in eine Richtung hat und wir etwa 2,5 Stunden täglich an seinem Arbeitsweg verlieren. Männer haben aber einfach das Talent, weniger zu lernen und ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Vielleicht einfach WEIL sie sich nicht so verrückt machen?

Auf die richtige Betreuung kommt es an

Ganz gleich, ob Du dich für eine Tagesmutter, einen Kindergarten oder für eine Betreuung durch Familienmitglieder entscheidest: das wichtigste ist, dass Dein Kopf frei ist und Du dich nicht den ganzen Tag fragen musst, ob es Deinem Kind gut geht. Natürlich haben es manche Kinder leichter mit der Eingewöhnung als andere. Aber das Gesamtpaket muss einfach stimmen, damit Du voll und ganz in Deinem Beruf aufgehen kannst. Auch wir haben zwischenzeitlich aufgrund eines Umzugs die Kinderpflege gewechselt und es wird von Einrichtung zu Einrichtung immer etwas anders verlaufen. Das wichtigste ist aber, dass sowohl Betreuer, als auch Kind und Eltern sich gut damit fühlen!

Der Große Vorteil, alles auf Einmal anzupacken

Natürlich gibt es immer diese Stimmen, die einem alles schlecht gemacht haben. Die uns immer erzählt haben, dass es zuviel ist, dass wir diese Doppelte Belastung nicht schaffen. Aber wir haben Ziele vor Augen und wir sehen viele Vorteile darin, jung Eltern zu sein UND nicht auf unsere Karierre verzichtet zu haben:

  • Wenn ich nach meinem zweiten Kind richtig in den Beruf einsteige, drohen mir keine Pausen mehr. Ich kann mich auf meine nächste Karierre somit voll und ganz einlassen, ohne dass ein erneuter Ausfall aufgrund einer Elternzeit mehr dazwischen kommt
  • Wir werden schneller wieder Zeit für uns haben. Wer erst ewig studiert, hat lange kein Geld, wer danach Kinder bekommt, hat keine Zeit. Wir haben beide Pobleme mit einem Schlag erledigt, haben mit 30 eine finanzielle Sicherheit, Hauseigentum, einen Stellenwert in einem Unternehmen und schon “große” Kinder
  • Als junge Eltern fühlen wir uns mit unseren Kindern sehr auf Augenhöhe und ich erhoffe mir tatsächlich eine besondere Bindung zu meinen Mädels. Wir untrnehmen immer viel als Familie (was in unserer Kindheit oft nicht so war) und versuchen den Kids einen anderen Alltag zu bieten als wir hatten
  • Wir sind Menschen mit Zielen. Ich könnte mir trotz Kind nicht vorstellen, mein restliches Leben in einem Kiosk zu jobben, sondern brauche diesen besonderen Stellenwert in einem Unternehmen und möchte auch beruflich etwas machen, das mich erfüllt und mir Spaß macht. Das aufzugeben, nur weil ich jung Mutter wurde, kam einfach nicht Infrage.
Kinder und Karierre und zusammen nicht einfach. Weshalb ich dennoch gerne arbeite, kannst Du hier lesen

 

Karierre und dann Kind, keine Karierre oder doch beides gleichzeitig? Wie habt ihr das gehandhabt? Und was ist euer Patentrezept? Ich freue mich auf viele Kommentare!

 

29 Replies to “Familienplanung und Karierre? – So kannst Du beides abschließen”

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag!
    Ich bin selbst erst Anfang zwanzig und mein liebster Ende zwanzig … bis ich mit meinem Studium fertig bin, bin ich, wenns optimal läuft (aber eher unwahrscheinlich ist) 28. Und mein erstes Kind will ich auf alle Fälle vor 30 haben … lieber früher als später 😂
    Da hab ich natürlich auch Zweifel, weil so viele es einem schlecht reden … Aber du machst mir Mut!
    Vielen lieben Dank dafür!
    Gruß und Kuss,
    PiusLucius

    1. Liebe Pia,
      das freut mich zu hören, dass ich Dir helfen konnte! Wir Frauen stehen vor einen riesigen Problem, weil von uns erwartet wird, dass wir uns fortbilden, aber unsere innere Uhr passt sich der heutigen Gesellschaft leider nicht an. Viele Frauen warten bis sie fertig sind mit Bildung und auch noch Arbeitserfahrung gesammelt haben. Aber wozu? Wenn sie aufgrund der Elternzeit pausieren, starten sie danach sowieso ganz woanders. Deshalb sollten wir den Mut aufbringen, und uns forbilden während wir Kinder bekommen, um im Nahinein besser starten zu können.

  2. Liebe Wioleta!

    Mein Freund und ich sind ja eher so ein Zwischending. Wir sind auch der Meinung, dass beides gleichzeitig machbar ist. Natürlich bedarf es aber an großer Organisationsfähigkeit.

    Für mich ist Karriere z.B. besonders wichtig. Ich bin aber auch der Meinung, dass man das durchaus auch noch vor einer Familiengründung in jungen Jahren, aber auch gleichzeitig, dennoch Karriere machen kann. Ich bin jetzt 26 Jahre, habe einen Bachelor-Abschluss, studiere aktuell im Master und habe letztes Jahr nun auch eine Beförderung zu einem super Job erhalten. Jetzt geht es dann nächstes Jahr an die Familienplanung. Damit sind wir eigentlich immer noch relativ jung (unter 30), haben aber beide eine sehr gute Karriere und können nun auch die Familiengründung damit vereinbaren 😊

    Dennoch, und da muss ich Verena von Avaganza Recht geben. Gerade in Österreich wird es Frauen so oft so schwierig gemacht. Viele Frauen können, nachdem sie ein Kind bekommen haben, oft nicht mehr im selben Job anknüpfen und werden sogar im selben Unternehmen degradiert. Das finde ich sehr schade und ich finde, dass sich hier noch unbedingt etwas ändern muss.

    Lieben Gruß,
    ❤ Alice von https://alicechristina.com

    1. Danke für deine ehrlichen Worte!
      Mir war nicht klar, dass Österreich und Deutschland da so sehr auseinander gehen und finde es schade, dass Frauen degradiert werden, wenn sie Kinder haben. Besonders in deinem Fall ist es sehr ärgerlich, da du ja viel für deine karierre getan hast und es somit ja ein Stück weit umsonst war. Natürlich können Mütter oft nicht dieselbe Anzahl Stunden leisten und sind öfter krank (in Deutschland werden die krank mit Kind Tage allerdings gerecht zwischen Mama und Papa auf 10 und 10 geteilt).

  3. Als Headhunter und jahrelange Führungskraft habe ich schon viele Karrieren von Frauen begleitet. Ehrlich gesagt haben die meisten die ein Kind bekommen haben danach nicht mehr an die Karriere anknüpfen können. Sie kamen zurück und mussten dann plötzlich eine Stufe darunter weiterarbeiten. Das ist leider kein Einzelfall sondern in Österreich sehr oft so. Ich selbst habe auch gesehen dass man mit Kindern nicht mehr rund um die Uhr arbeiten kann und auch möchte.

    Liebe Grüße
    Verena

    1. Genau deshalb habe ich aber auch die Pause erwähnt, die später nicht mehr antreffen wird. Wenn ich in ca 2 Jahren wieder in den Beruf einsteige und dann keine Kinder mehr bekomme, also keine Pause mehr mache, baue ich ab diesem Standard wieder auf. Die Kinder werden dann größer, beziehungsweise meine große ist bis dahin auch fast 8 und ich baue meine karierre in ruhe wieder auf, ohne erneut zu verschwinden und wieder eine Etage tiefer an zu fangen

      1. Hallo busymama,

        ich denke auch, dass es besser ist, so früh wie möglich die Familienplanung abgeschlossen haben (vor allem als Frau). Dann hat man keine Pause, und viele Risiken sind geringer, wenn man unter 30 ist. Ich denke, viele warten zu lange, weil sie erst das Studium/die Ausbildung abschließen und Berufserfahrung sammeln wollen. Aber ich möchte jetzt niemanden verurteilen oder so. Es gibt kein Rezept, das für jeden am besten passt. Ich bin aber sehr froh, dass ich schon mit 23 mein erstes Kind hatte.

        1. Hallo Stella,
          Das freut mich, dass du diese Meinung teilst! Ich finde persönlich auch, dass unsere innere Uhr sich der Gesellschaft eben nicht anpasst. Und ab über 30 entstehen einfach mehr Risiken. Meine zweite Schwangerschaft Ende der 20er war auch viel heftiger als die Anfang 20er

  4. Gleich vorweg zu Deiner Frage: Patentrezept gibt es glaube ich keines.
    Aber sensationell, wie toll Ihr das macht! Respekt!
    Ich selbst habe meinen Sohn als Alleinerzieherin und als Selbständige großgezogen – also den Weg Karriere und gleichzeitig Kind gewählt. War zwar oft eine ziemliche Action und Herausforderung, aber ich würde es sofort wieder so machen (ok, das mit der Alleinerzieherin hat sich so ergeben, das wäre natürlich anders wünschenswert 🙂 ).

    Weiterhin alles Gute und liebe Grüße,

    Doris von https://diegutelaune.com

    1. Liebe Doris,
      Du Verdienst meinen allergrößten Respekt! Ich bin schon wirklich glücklich, dass mein Mann und ich uns so gut unterstützen. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, das alles alleine durchmachen hätte zu müssen und unsere Tochter hätte ohne Mama und Papa auch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie genießen durfte, weil wir eben zu zweit sind. Natürlich kann eine Trennung immer passieren, egal bei wem. Aber gerade weil ich das so zu schätzen weiß, dass wir zu zweit sind, hebe ich meinen Hut vor allen Frauen, die das alleine geschafft haben

    1. Ja das stimmt! Da haben wir schon Glück, dass alle da so gut mitmachen und wir als Team zuhause einfach funktionieren. Ohne diese Zusammenarbeit wäre das alles nicht so möglich gewesen

  5. ihr habt meinen größten Respekt, dass ihr beides so gewuppt bekommt! auch wenn ich schon im besten Alter wäre um Kinder zu bekommen, steht bei mir das Studium immer noch ganz oben und ich kann mir kaum vorstellen noch ein Kind zu bekommen währenddessen – deine Tipps finde ich aber echt toll!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Vielen Dank liebe Tina!
      Gut bei dir kommen zwecks Kinder ja auch noch ganz andere Faktoren dazu. Und du bist ja mitten drin, bei uns kamen erst Kids und dann der Wunsch nach Fortbildung. Vielleicht hat uns die andere Reihenfolge auch so beeinflusst

  6. Klasse Beitrag mit guten Tipps, finde ich! Da steckt Erfahrung hinter Deinen Worten und Praxis was geht und was nicht geht! Klasse, dass es so gut funktioniert hat und funktioniert und immer wieder erstaunlich wie man einen Plan macht und es in der nächsten Minuten alles wieder ganz anders kommt , was? Viele Grüße und weiter so! Sirit von Textwelle

  7. Ich habe ja beides gehabt einmal früh mit Anfang 20 und jetzt mit Mitte/ende 30. Für uns hat beides immer gepasst und wir hatten eigentlich keine Problem alles unter einen Hut zu bekommen.

    LG aus Norwegen
    Ina

  8. Zunächst einmal muss ich dem Kommentar von Anette zustimmen. Es gibt keine perfekte Zeit, für Kinder. Wer darauf wartet wird alt darüber. Ich wünsche mir das sich die Gesellschaft noch ein wenig dreht hin zu Mütter und Beruf. Die Arbeitslosenrate und die alleinerziehenden Mütter, die hart an der Armutsgrenze leben müssen, zeigt mir jedoch, dass die Geschäftswelt nicht bereit dazu ist (Ich rede hier von Österreich). Es tut mir leid. Ich kann das so nicht unterschreiben. Meine Meinung: Sicherer ist – Erst Ausbildung und Arbeitsplatz, dann Familienplanung.

    1. Aber genau das meine ich doch liebe Marion! Dass es für eine Mutter nicht erledigt sein muss, wenn sie Kinder bekommt und dann für immer in dieser armutsgrenze an 0815 Jobs kämpfen muss, sondern dass es auch Perspektiven gibt, wenn man die Zähne zusammen beißt

  9. Ich finde das auch ein sehr spannendes Thema. Ich habe meine Kinder so “mittelalt” bekommen, mit 25 & 26 Jahren, was den Vorteil hatte, dass ich schon meine Ausbildung und meinen Bachelorabschluss in der Tasche hatte. Ich bekam dann meine Töchter während des Masterstudiums – Im ersten und im dritten Semester damals.
    Das hat gut geklappt. Mein Mann blieb zu Hause nach seinem Master (3 Jahre Elternzeit), sodass ich Studium, Kids und Nebenjobs und dann auch bald den Berufseinstieg gut stemmen konnte. Mit Kindern ist das Leben ja noch lange nicht vorbei. Ich war 27 Jahre alt nach meinem Studium: Da steht einem die Welt ja noch offen! Und das wollte ich – wie du – auch nutzen.

    Ob es Vorteile hat, nicht erst 10 Jahre später die Kinder bekommen zu haben, kann ich so gar nicht sagen. Ich wollte sie und genieße das Leben mit ihnen 🙂 Finanziell wäre es sicherlich besser gewesen, noch zu warten, klar, aber ich wollte nicht auf mein Leben warten, sondern es JETZT genießen. Und das tue ich sehr.

    1. Das ist auch ein sehr interessantes Model, das ihr gewählt habt! Aber klasse, dass das mit dem Studium dann auch so gut gemeistert bekommen habt. Da kommt auch einiges an lernstoff zusammen

  10. Jede Frau bekommt komische Kommentare ab. Ob sie nun junge Mutter, Karrierefrau, alte Mutter oder ein gepunktetes Zebra ist. Und die Kommentare kommen meist von anderen Frauen, nicht von Männern. Ich wünsche mir schon mein ganzes Leben mehr Solidarität zwischen Frauen.
    Alles Liebe
    Annette

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