Ein Neues Jahr voller Glück

Vor wenigen Stunden neigte sich das Jahr 2019 dem Ende. Typisch für diese Zeit lasse auch ich das Jahr Revue passieren und denke viel über die vergangene Zeit nach. Leider meinte es das letzte Jahr nicht wirklich gut mit mir. Alle Pläne und Ziele, die ich mir vorgenommen hatte, sind gescheitert und mir wurden viele Stolpersteine in den Weg gelegt. Daher habe ich mir für das kommende Jahr nur ein einziges Ziel gesetzt: ich möchte ein Neues Jahr voller Glück erleben!

Dieser Beitrag enstand im Rahmen meiner eigenen Blogparade „Ein Neues Jahr voller Glück“. Klicke auf den Link um Dir mehr Beiträge zu diesen Thema durchzulesen! Glück bedeutet für jeden von uns etwas anderes. Unterschiedliche Blogger berichten deshalb über ihr „Neues Jahr voller Glück“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Möchtest auch Du noch an der Blogparade teilnehmen, kannst Du Deinen Beitrag bis zum 5. Januar 2020 einsenden.

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Throwback

Ein Jahr voller Ängste…

Ich hatte ganz genaue Vorstellungen, wie mein Jahr 2019 hätte werden sollen. Leider kam alles ganz anders als geplant! Mein erhofft ruhiges Jahr mit Baby entwickelte sich zu einer der größten Herausforderungen meines Lebens: denn meine Maus wurde ein High Need Schreibaby, das mir meine letzten Kräfte ausgesaugt hat. Mein Alltag hat sich um 180° gewendet und wurde kaum bezwingbar. Eine Besserung war er nach einem halben Jahr in Sicht, doch auch jetzt gibt es noch Momente, den ich nicht gewachsen zu sein scheine. Diese Tatsache hat mir den Boden unter den Füßen weg gerissen. Ich hatte mich so sehr auf die Zeit mit Baby gefreut, hatte so viel vor!

Auch meine Angstzustände, an den ich bereits zuvor litt, wurden durch den Schlafmangel und Stress immer schlimmer. Schließlich wurde eine neue Diagnose gestellt: Agoraphobie und Depressionen. Schon zu Jahresanfang fiel ich in ein tiefes Loch, aus dem ich mich erst langsam wieder herauskämpfe. Meien Ängetse wurden so schlimm, dass ich stellenweise mich nicht mehr traute, das Haus zu verlassen. Das war für mich besonders schlimm, da ich immer gerne unter Menschen war und Neues erlebte. Meine Angst wurde zusätzlich geschürt, da die Kleine nicht gerne außer Haus war, weinte und ich mich ganz besonders an ihre Still- und Schlafgewohnheiten anpassen musste.

Die Einsamkeit der HN Mamas

Demnach leidete mein Sozialleben, ich verlor viele Freundschaten und Kontakte. Und als Mama fiel es mir nicht leicht, neue aufzubauen. Dabei wollte ich meine Freizeit in der Karenz für eben diese aufwenden. Ich fühlte mich oft allein und gelangweilt und eben das war so einfach nicht geplant. Das verschlimmerte ebenfalls meine Symptome.

Schlussendlich entwickelte sich sogar unser Urlaub, auf den ich mich so sehr gefreut hatte, zu einer Katastrophe, ich berichtete bereits hier. In dem Zuge ging auch unser Auto kaputt, in das wir viel Geld investiert haben, nur damit es im Oktober einem Getriebeschaden erlitt. Das Ganze hat uns finanziell auch noch zugesetzt.

Somit bin ich wirklich froh, dass das Jahresende erreicht ist und das Buch „2019“ nun sein letztes Kapitel vollendet hat. Wenn ich versuche, mich an schöne Momente zu erinnern, fallen mir wirklich kaum welche ein. Daher ist wirklich die Zeit gekommen, dieses Buch zu schließen und ein neues zu beginnen. Willkommen 2020!

Du bist Deines Glückes Schmied

Erst zum Jahresende began ich mit einem Mindset. Eher durch Zufall habe ich eine wichtige Lektion gelernt: die Umstände um mich herum sind nicht dafür verantwortlich, wie es mir geht. Denn das, was ich daraus mache, bestimme ich alleine. Egal, was um mich herum passiert, hindert mich nicht daran, glücklich zu sein. Das ist meine alleinige Entscheidung.

Aber wie entscheide ich mich eigentlich bewusst dazu, glücklich zu sein? Und wie gehe ich mit den Problemen um mich herum um? Das ist noch die größte Herausforderung, der ich mich im neuen Jahr stellen möchte.

Ich habe im letzten Jahr sehr viele Momente des Selbstzweifels und gar Selbsthasses erlebt. Es war ein großes Umdenken nötig, um zu erkennen, dass ich nur einen Weg da raus finde, wenn ich mich dazu entscheide und meine neue Einstellung auf meinen Alltag übertrage.

Ein Neues Jahr voller Glück

Heute beginnt ein neues Buch, dessen Geschichte ich selbst schreibe. Ich suche mir aus, welche Gesichter die Protagonisten tragen, wie ich Menschen um mich herum wahrnehme. Und auch wenn das Leben die ein oder andere Wendung aufbaut, entscheide ich, welchen Wert ich dieser gebe.

Ein Jahr voller Selbstfürsorge

Ein Problem, das viele von uns Mamas (besonders die mit schwierigeren Babys) haben ist, dass wir uns viel zu sehr auf die Mama Rolle einlassen. Eine Frage, die ich mir 2019 oft gestellt habe, war: Wer bin ich eigentlich noch? Zwar ist „Mama“ eine Rolle, ich nach Außen trage, jedoch nicht meine Persönlichkeit und auch nicht mein komplettes Branding.

Mir ist bewusst geworden, dass ich mich selbst als Mensch vergessen und verloren habe. Aber wie soll ich eine Seele heilen, die sich selbst gar nicht wahrnimmt?

Deshalb steht für mich in 2020 das Wort Selbstfürsorge, aber auch die Selbstfindung im Vordergrund. Ich liebe mein Leben als Mama und noch mehr liebe ich meine Kinder. Doch langsam bin ich wieder an dem Punkt angekommen, an dem ich einfach mal wieder Wio sein möchte. Erst dann kann ich das Projekt „Glücklich werden“ in Angriff nehmen.

Ich möchte mich wieder verwirklichen, ein Hobby finden, etwas ohne Anhang unternehmen. Ich möchte mir einen neuen Freundeskreis aufbauen, der mir gut tut und mich versteht, anstatt mich runter zu ziehen. Lass das Schlechte gehen, damit das Gute seinen Platz finden kann!

Ein Jahr voller Erlebnisse

Ich möchte wieder raus aus Etwas erleben. Durch meine Ängste vor mir selbst und vor meinen Kindern habe ich sehr viel Zeit in dieser Wohnung verpasst. Meine Lebensphilosophie, stets neue Orte zu entdecken, habe ich dieses Jahr völlig vergraben, genauso wie ich mich selbst vergraben habe.

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. Das bedeutet aber, dass wir erst welche machen müssen, um uns zu entwickeln.

Was bedeutet für Dich Ein Neues Jahr voller Glück? Wie möchtest Du dieses gestalten? Oder hast Du keine Pläne? Erzähl mir davon in den Kommentaren.

2 Antworten auf „Ein Neues Jahr voller Glück“

  1. Ich sende dir ganz viel positive Energie. Mein zweites Kind war als Baby auch ein Schreikind. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern. Die Zeit mit Baby ist sowieso schon anstrengend und wenn man dann noch ein „Exemplar erwischt hat“, das besonders liebesbedürftig und pflegeintensiv ist, sind die eigenen Akkus irgendwann mehr als leer. Ich hoffe, du erhältst ganz viel Unterstützung und hast Zeit für dich, um deine Akkus aufzuladen.
    Zum Trost sei gesagt: Meine Tochter ist mittlerweile 5 und ein sehr selbstbestimmtes, selbständiges Kind. Selbständiger als ihre große Schwester, die viel pflegeleichter war als Baby…

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