DSGVO – Aufgeben oder kämpfen?

Als Verbraucher scheint es eine gute Nachricht zu sein: die EU hat eine Verfassung rausgebracht, die persönliche Daten der Verbraucher im Internet schützen wird. Somit sind alle Betreiber von Websites, bei den persönliche Daten angegeben werden, verpflichtet, sich an gewisse Vorgaben zu halten. So weit so gut.

Wenn wir jetzt das Blatt wenden und ich nicht mehr auf Seite der Verbraucher stehe, sondern als Website Betreiber kann ich diese Verordnung leider nur schwarz sehen. Denn was für Privatsphäre Giganten wie Facebook und co. gilt, gilt genauso auch für kleine Blogger wie mich. Auch ich muss etliche Änderungen an meinem Blog vornehmen, um eure Daten zu schützen. Versteht mich nicht falsch, mir liegen eure Daten sehr am Herzen und ich möchte natürlich nicht, dass diese in die falschen Hände geraten. Doch die Umsetzung dieser Änderungen bereitet vielen Bloggern Kopfzerbrechen. Ich sehe immer mehr Blogger-Kollegen, die aufgeben, weil sie sich nicht zutrauen, die Änderungen richtig durchzuführen. Und bei falschem Verhalten drohen uns Strafen in einer Höhe, die ein normaler Mensch nicht bezhalen kann. Und das, meine lieben Leser, ist es mir einfach nicht wert, für euch zu schreiben.

Nach langem Überlegen und meiner Ankündigung auf Facebook, meinen Blog zu löschen, habe ich mich doch etschieden, noch ein paar Dinge zu probieren. Ich kann nur hoffen, dass meine Änderungen der EU Regierung ausreichen und ich nicht dabei bin, mich in den finanziellen Ruin zu treiben. Ich habe also folgende Änderungen vorgenommen:

  • SSL Verschlüsselung: ist euch bei der Eingabe einer Website mal aufgefallen, dass manche Websites http und andere https vor der Adresse zeigen? Der Unterschied ist ein Sicherheitszertifikat. Dieses habe ich nun bei meinem Hoster angefordert und in meine Website eingebunden. Erkennen könnt ihr das Zertifikat auch an einem Schloss im Adressfeld.
  • Emojis deaktivieren: en weiteres Problem, das eure Privatsphäre gefährdet, sind Emojis bei der Eingabe von Kommentaren. Wie das sein kann? Diese Emojis sind nicht auf meiner Website vorhanden sondern werden von anderen Servern geladen. Durch den Serverwechsel werden private Daten gefährdet. Dieses Argument war es mir wert, die Emojis auszuschalten.
  • Keine Speicherung von IP Adressen: ich habe lange über diesen Schritt nachgedacht, denn es trudeln sich einige auch Spam Kommentarre in meinem Blog ein. Aber um auf der sicheren Seite zu sein und weil ich hin wie her nicht fähig bin, solche Adressen zu überprüfen, habe ich mich dazu entschieden, die Speicherung und Abfrage von IP Adressen zu deaktivieren. Ihr seid jetzt also völlig anonym hier
  • Datenschutzerklärung: eine Datenschutzeklärung und ein Impressum könnt ihr schon immer über den Menü Button erreichen. Diese habe nochmals aufgefrischt und möchte euch hiermit nochmal bestätigen, dass ich keine Statistiken über Google Analytics oder ähnlichen Seiten vornehme! Meine Statistiken werden lediglich über WordPress verwaltet.

Ich denke, dass ich nun mit gutem Gewissen in den Urlaub fahren und meine Seite online lassen kann. Und wenn ich doch etwas falsch gemacht habe, hoffe ich auf die Menschlichkeit der Prüfer, mich vorerst anzuschreiben und auf den Fehler aufmerksam zu machen, anstatt gleich ein Verwarnungsgeld los zu schicken.

Ich wünsche allen Blogger-Kollegen viel Kranft und Mut die Änderungen ebenfalls umzusetzen und nicht aufzugeben! Gemeinsam können wir das schaffen!

8 Antworten auf „DSGVO – Aufgeben oder kämpfen?“

  1. Ich habe die DSGVO momentan so gut es geht umgesetzt. Ob es so 100%ig ist, glaub ich noch nicht.

    Alles andere muss man jetzt erst mal abwarten und hoffen, dass vielleicht doch noch ein paar Änderungen vorgenommen werden oder Strafen ausbleiben.

    Viele liebe Grüße
    Sandra

  2. Ich kann dieses Thema wirklich nicht mehr hören und bin froh, wenn sie denn nun am 25. endlich in Kraft tritt und hoffentlich wieder Ruhe einkehrt.

    Es wird viel Halbwissen und auch Falsches behauptet und im Endeffekt weiß man nicht, was nun wirklich stimmt. Weder der Verbraucher, noch der Webseitenbetreiber, noch die Behörden.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.misfinnland.at

  3. Ich glaube es sind einfach alle genervt 🙁 Was ist eigentlich, wenn ich von jemandem eine Visitenkarte bekomme und mein Portemonaie verliere wo die drin ist? Kann ich belangt werden weil ich die Daten nicht unter Verschluss gehalten habe?? Das ist doch echt anstrengedn und einiges ist mega lächerlich!
    Ich habe auf meinem Blog meine Checkliste zur DSGVO veröffentlicht. Vielleicht helfen dir ein paar Punkte noch weiter 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    1. Liebe Nadine,
      da hast Du natürlich vollkommen recht!
      Ich werde gerne mal drüber schauen 🙂 Umsetzen kann ich das ganze leider erst wieder Ende nächster Woche, denn heute geht es noch ab in den Urlaub 🙂 Sorgen werden erstmal ausgemacht!

  4. ohh nein meine Liebe! bloß nicht aufgeben!!!

    ich hab nun leider schon von einigen Bloggern gehört, dass sie das Bloggen aufgeben bzw. ihren Blog offline setzen wollen … nur weil diese besch*** DSGVO uns das Leben so schwer machen will :/

    super, dass du nochmal alles aufgelistet hast … bleibt nur abzuwarten, wie lange sich das halten wird 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  5. Ich weiss genau was du meinst und auch ich musste Änderungen vornehmen!

    Es ist wirklich nicht einfach und auch ich hoffe, das ich nichts vergessen habe!

    Danke Dir für Deinen tollen Bericht, habe ich sehr gerne gelesen!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

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