Angst vor der Geburt? 5 Tipps gegen die Anspannung

Immer enger wird nun der Zeitabstand und ganz bald ist es soweit: unser zweites Kind wird geboren. Was uns bei unserer großen Tochter 5 Wochen vor dem errechneten Termin quasi überrascht hat, hat heute ein festes Datum X. Während Mia einfach da war, machen wir uns seit zwei Wochen Gedanken, wie dieser Tag der Geburt nun aussehen wird, ob alles gut geht, ob die Einleitung sich zieht. Es treten viele Ängste auf, worauf viele schlaflose Nächte folgen. Ganz gleich, ob es sich um eine spontane oder geplante Geburt handelt, viele Paare haben großen Respekt vor dem Ereignis. Wie Du die letzten Tage vor der Geburt trotzdem genießen und schön gestalten kannst, habe ich in diesem Beitrag zusammen gefasst.

Bewusst Zweisamkeit genießen

Nachdem ich bei meiner Großen Wehenblocker erhalten habe, wussten wir, dass es jederzeit soweit sein könnte und unser Leben nur als Paar vorbei wäre. Als hätten wir es gespürt, haben wir uns einen schönen Samstagabend gemacht, sind Essen gegangen und haben uns anschließend nochmal mit Freunden in einer Bar getroffen. Wir haben die Zeit zu zwet voll und ganz ausgenutzt und den Tag gemeinsam genossen. Und tatsächlich: am nächsten Tag waren die Wehen nicht mehr auf zu halten und wir wurden Eltern. Zum ersten Mal hatten wir damals aber keine Angst vor dem Ereignis, sondern haben uns nochmal um uns gekümmert.

Auch die letzten Wochen versuchen wir im Sinne der Familie zu gestalten. Wir waren mit unserer Tochter im Erlebnispark und im Schwimmbad und unternehmen nochmal zusammen bewusst Dinge, auf die wir mit Baby erstmal verzichten müssen. Das lenkt uns vor der Anspannung ab und wir machen uns nochmal viele schöne Erinnerungen zu dritt.

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Alles vorbereitet?

Als ich bei meiner großen immer die Ahnung hatte, sie würde als Frühchen zur Welt kommen, habe ich mir oft Sorgen gemacht, ob ich bis zu dem Tag alles erledigen kann. Das habe ich tatsächlich nicht geschafft. Durch die Transfusionen in der zweiten Schwangerschaft hat sich unsere Frist immer um eine weitere Woche nach hinten verschoben. Die Zeit zuhause habe ich immer genutz, nochmal alles vorzubereiten, dass unsere kleine Tochter einfach ins Leben starten kann. Meine Tasche ist gepackt, das Bettchen steht und ich habe alles aufgeräumt. Das nimmt mir zumindest die Anspannung, dass ich mein Wochenbett nicht genießen kann, so wie es bei meiner großen Tochter aufgrund der Intensivstation ebenfalls gelaufen ist.

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Lerne die Klinik kennen

Eine Geburt ist ein sehr intimer Moment. Und deshalb sollten wir diesen nicht in der Fremde verbringen, finde ich. Während Du Dein Kind zur Welt bringst, wirst Du Dich Menschen anvertrauen und dich diesem Ort hingeben müssen. Ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als an einem Ort zu entbinden, an dem ich noch nie war und dan dem mir nichts vertraut ist.

Viele Geburtskliniken bieten Rundgänge durch den Kreißsaal an, in kleineren kann man private Termine zur Besichtigung ausmachen. Stellt an diesem Tag alle Fragen, die euch auf der Seele liegen. Merkt euch den Weg zum Kreißsaal, damit ihr nicht unter Wehen umherirren müsst. Informiert euch über die angebotenen Leistungen, Beruhigungsmittel und die Besetzung. Bringt in Erfahrung, ob ihr etwas besonderes beachten müsst.

Tipps gegen Schlaflose Nächte

Schwangere neigen dazu, nachts alles zu verarbeiten, was sie den ganzen Tag so zu verdrängen scheinen. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und beginne zu grübeln, wie es wohl laufen wird, ob das Stillen klappt und und und. Je ungeschickter die Uhrzeit ist, zu der ich aufwache, umso mehr Gedanken scheine  ich verarbeiten zu müssen und das Karusell beginnt. Besonders die zwei letzten Nächte vor der Transfusion und jetzt vor der Einleitung nehmen mich besonders mit und ich neige zudem zu Magenbeschwerden (ja wir erinnern uns an das neue Auto meines Mannes…). Und ich muss zugeben, es gibt kein Patentrezept gegen nächtliches Grübeln. ABER es hilft ungemein aufzustehen und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Lese ein Buch, stehe aus dem Bett auf, lüfte das Zimmer. Aber bleibe bloß nicht liegen und denke weiter.

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Spreche Deine Sorgen offen bei Deinem Partner an

Es gibt unzählige Varianten, wie eine Geburt ablaufen kann. Und mit je mehr Menschen Du dich unterhältst, umso mehr Horror-Geschichten bekommst Du zu hören. Das wird Dich auf Dauer nur noch mehr anspannen und Du wirst beginnen, bei Dir dieselben Symptome zu finden.

Deinem Partner geht es sicherlich nicht anders, schließlich wird er Dich begleiten und unterstützen. Redet offen darüber, was euch Angst und Sorgen bereitet und sprecht an, wie ihr euch Gegenseitig in welcher Situation stützen könnt.

Was hat Dir gegen die Angst vor der Geburt geholfen?

16 Replies to “Angst vor der Geburt? 5 Tipps gegen die Anspannung”

  1. Hallo,

    ein wirklich hilfreicher Beitrag. Auch wenn ich momentan nicht schwanger bin und auch keine Kinder habe denke ich dass es sehr hilfreich sein kann, wenn man so einen motivierenden Beitrag lesen kann. Eine Freundin von mir ist schwanger und ich weiß dass sie Angst davor hat, daher werde ich diesen Beitrag weiterleiten.

    Lg
    Steffi

  2. Meine zweite Tochter war überfällig und wurde auch geplant geholt. I
    ch kann mich noch gut an die schlaflosen Nächte voller Angst erinnern, ich wußte ja nicht was auf mich zukommt.
    Damals gab es noch kein Internet und man konnt nirgends nachlesen, wie eine Geburt eingeleitet wird.
    Es ging dann aber recht schnell und ohne Probleme, heute ist sie 46 Jahre alt.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Ich glaube ohne das ganze Internet war alles besser! Man macht sich nur verrückt indem man tausende Erfahrungen von Personen liest, die nie was gutes zu berichten haben.

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