In die Alltagsfalle getreten? So entfliehst Du ihr!

Die Weihnachtsferien sind vorbei und seit 5 Tagen ist hier wieder der Alltag eingekehrt. Während man sich im Ferientrubel oft wünscht, dass wieder Ruhe und Routine einkehrt, kommt diese meist schneller als gedacht. Und kaum, dass man sich versieht, steht man wieder stundenlang auf der Arbeit, kutschiert die Kinder von Schule zu Hobby oder ist mit diesen und dem Haushalt wieder allein zuhause. Egal ob working Mom oder Hausfrau – der Alltag hat Dich ziemlich im Griff! Besonders kurz vor dem Wochenende liegt mir die vergangene Woche ziemlich schwer in den Knochen: jeden Tag dasselbe getan, nichts erlebt, nur Routinen. Doch das muss nicht so sein. Was Du gegen die Alltagsfalle unternehmen kannst und solltest erzähle ich Dir in diesem Beitrag.

Was genau bedeutet „Alltag“?

Der Alltag ist zunächst nichts negatives: er gehört zu einem geregelten Leben dazu. Er IST unser Leben. Leider eilt dem Alltag ein negativer Ruf voraus, er ist die Methapher für Eintönigkeit und Langeweile. Aber wer sagt eigentlich, dass der Alltag langweilig sein muss?

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Der Alltag ist durch sich wiederholende Muster von Arbeit und Arbeitswegen, Konsum (Einkauf, Essen und Trinken), Freizeit, Körperpflege, sozialer sowie kultureller Betätigung, Arztbesuche, Schlaf u. v. m. geprägt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alltag

Wie vieles andere im Leben auch, bestimmen wir unseren Alltag zu einem Großteil selbst. Schon während unsrer Schulzeit wählen wir unseren Werdegang, haben Träume, was wir erreichen wollen und setzen uns mehr oder weniger für diese ein. Vielen Pubertrierenden ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewusst, dass wir bereits jetzt den Grundstein für unseren Alltag stellen.

Doch auch nach einem verpatzten Startschuss ist nicht alles verloren. Wir behalten weiterhin Auswahlmöglichkeiten, wie wir unser Leben gestalten wollen. Sei es der Job, den wir erlernen und ausführen, die Familie, die wir gründen oder nicht und nicht zuletzt die Hobbys und der Lebensstil, den wir führen. All das sind Faktoren, die unseren Alltag (also jeden einzelnen Tag) bestimmen.

Ich bin in die Alltagsfalle getreten – was nun?

Doch leider passiert es den meisten nur allzu schnell, dass sie in die Alltagsfalle treten. Das bedeutet, dass der Alltag eintönig und langweilig geworden ist. Wir erleben jeden einzelnen Tag gleich, es passiert nichts spannendes oder erlebenswertes mehr. Es ist ganz gleich, ob Du jeden Tag auf Arbeit oder Zuhause verbringst, die Alltagsfalle lauert überall.

Wenn auch Du merkst, dass Du in die Alltagsfalle getreten bist, hast Du bereits den ersten und wichtigsten Schritt getan. Nur Einsicht ist der Weg zu Besserung. Du weißt, wo Dein Problem liegt. Das ist super, denn nun weißt Du, welches Problem Du beheben musst.

In meiner Blogparade „Ein Neues Jahr voller Glück“ habe ich mir ein Jahresziel gesetzt. Dieses lautet ganz einfach: glücklich werden. Doch bereits in den ersten beiden Wochen habe ich den größten Feind meines Glücks kennen gelernt: die Alltagsfalle!

Ich möchte glücklich werden! Das war mein Auftakt in meine neue Lebenseinstellung. Doch schnell habe ich herausgefunden, dass mein Alltag mir dafür im Weg steht…

Es führt nur ein einziger Weg aus der Alltagsfalle heraus: Du muss Deinen Alltag anders gestalten!

Raus aus der Alltagsfalle: so gelingt es Dir

Nachdem Du Dein Problem eingesehen hast, kommt nun der schwierigste Teil. Du musst aus der Alltagsfalle wieder heraustreten. Das ist gar nicht so einfach, denn unser Alltag wurde bereits zu Gewohntheit, welche sich völlig automatisch in uns abspielt. Du musst also gleichzeitig schlechte Gewohnheiten abschaffen und Dir neue angewöhnen. Sei Dir also bewusst, dass das Ganze nicht von heute auf morgen funktioniert. Der Weg aus der Alltagfalle wird lang und Du wirst sicherlich viele Rückschläge haben. Du wirst neue und andere Wege finden und diese variieren müssen, bis Du einen neuen Alltag geschaffen hast, welcher dich glücklich macht. Dennoch möchte ich Dir Ideen liefern, wie es Dir leichter fällt.

Durchbreche die Routine der Alltagsfalle

Einerseits ist es besonders mit Kindern unerlässilich, eine Routine zu haben. Allen Familienmitgliedern bringt sie Verlässlichkeit und Beständigkeit. Gewisse Abläufe benötigen eine feste Routine, damit das alles Funktioniert und eine Ordnung hat. Sei es eine feste Routine am Morgen, mit der es euch überhaupt möglich ist, rechtzeitig aus dem Haus zu kommen. Oder eine Abendroutine, anhand der ihr zur Ruhe kommt. Diese Routinen sind sehr wichtig und teils unerlässlich! Andere jedoch sind völlig unbrauchbar.

Reflektiere doch mal Deinen Alltag. Welche Routinen haben sich ergeben? Welche davon sind wichtig und von welchen kannst Du Dich trennen?

Besonders jetzt in der Elternzeit habe ich mir eine schreckliche Alltagsfalle geschaffen. Denn beinahe jeder meiner Tage sieht gleich aus. Natürlich bin ich einerseits an die Routinen meines HN Mädchens gebunden und an die Schulzeiten der Großen. Doch die Zeit dazwischen steht mir eigentlich frei zur Verfügung. Und doch habe ich mir eine Grube gebaut und mir eine schreckliche Falle selbst erschaffen. Diese sieht so aus:

  • Morgens um 7 klingelt mein Wecker. Wir stehen auf, die Große richtet sich zur Schule, wir frühstücken. Diese Routine ist unantastbar, wir schaffen es jeden Tag auf die Minute pünktlich zu sein!
  • Gemeinsam mit der Kleinen bringe ich die Große zur Schule. Manchmal laufen wir weiter in die Stadt, gehen beim Bäcker vorbei, holen uns Brot oder etwas leckeres zum Essen. Dann laufen wir nach Hause
  • Zuhause wird dann gemeinsam aufgeräumt, Wäsche gewaschen und sie darf eine Folge TV schauen (wobei dieser eher nebenher läuft, sie zeigt keine Ausdauer beim schauen)
  • Gegen 11 Uhr steht der Mittagschlaf an und geht ca 1,5 Stunden (auch diese Zeit ist beinahe unantastbar). Diese Zeit steht mir frei zur Verfügung, ich nutze sie meist fürs Lesen oder schreibe Beiträge für euch, so wie jetzt im Moment
  • In der Zwischenzeit kommt die große von der Schule heim (sie läuft mittlerweile mit einer Freundin über die Straße und den Rest alleine nach Hause) und wir machen uns ein kleines Mittagessen (richtig gegessen wird bei uns abends)
  • Nach dem Essen macht die Große Hausaufgaben, die Kleine wacht dann irgendwann auf
  • Nachdem die kleine gegessen hat, laufen wir eine Runde spazieren / auf den Spielplatz / in die Stadt Erledigungen machen
  • ab 16 Uhr macht sich die Große für ihre Hobbys fertig. Montags und Mittwochs geht sie ins Kickboxen, Donnerstags zum Schwimmkurs
  • Während sie von Opa zum Sport gebracht wird, trudelt Papa zuhause ein. Es wird gekocht, die Große wird meist von mir wieder abgeholt
  • Wir essen, gehen duschen, bringen die Kinder ins Bett
  • Wenn alles gut lief, sitzen wir ab 20 Uhr vor dem Fernseher

Ganz ehrlich: wenn ich das hier so schreibe, könnte ich kotzen! Denn ich ertrage diese immer wieder vorkommenden Abläufe nicht. Ich möchte in meinem Alltag mehr ereben, als immer dieselbe Routine. Wenn es auch Dir so ergeht, kannst Du nur eines tun: die Routine durchbrechen. Du musst Dir neue Anker in deinen Alltag einbauen, alte hinauswerfen. Neues sehen und erleben. Nur dann findest Du einen Weg, um aus der Alltagsfalle hinaus zu treten.

Verlasse die Comfort Zone

Doch diese Routinen, die wir uns geschaffen haben, dienen ein Stück weit unserer seelischen Sicherheit. Menschen sind Gewohnheitstiere und fühlen sich sicherer, je mehr die auf die nachfolgenden Ereignisse vorbereitet sind. Leider ist genau diese Komfortzone die beste Nahrung für unsere Alltagsfalle. Jetzt kommt der schwierigste Schritt: Du musst die Comfort Zone verlassen!

Was spricht eigentlich dagegen, vormittags einen Kaffee mit einer lieben Freundin zu trinken? Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn die Kleine nicht um punkt 11 Uhr im Bett liegt? Kann ich die Zeit, in der meine Große beim Sport ist, anders nutzen, als zuhause zu sitzen und darauf zu warten, dass ich sie holen kann? Es könnte so einfach sein, wenn wir nur unseren inneren Schweinehund überwinden und endlich außerhalb unserer Sicherheitszone treten!

Verschiebe die Erlebnisse nicht aufs Wochenende

Eine schlechte Angewohnheit, die ich mir bereits angewöhnt habe, als ich mit Kind gearbeitet habe, war, alles aufs Wochenende zu verschieben. Ich war damals unter der Woche meist total müde und erschöpft, hatte auf nichts und niemanden mehr Lust und schon gar nicht, nach der Arbeit noch großartig das Haus zu verlassen. Also habe ich mir angewöhnt, alles am Wochenende zu machen. Nur an den Wochenenden waren wir einkaufen oder gar shoppen. Nur an diesen haben wir und mit Freunden getroffen. Und als ich noch Sport gemacht habe, habe ich diesen meist auch auf das Wochenende geschoben.

Doch besonders jetzt in der Elternzeit merke ich, wie umständlich das ist. Während ich unter der Woche mich an manchen Tagen tot langweile, fangen wir am Wochenende an zu rennen. Ja, sogar die Termine bei einer Ärztin lege ich auf den Samstagmorgen. So kommt es, dass mir im Alltag wahnsinnig langweilig ist und ich am Wochenende völlig aus der Puste komme.

Was spricht denn eigentlich dagegen, unter der Woche, wenn mein Mann Feierabend hat, zum Friseur zu gehen? Er wird es auch mit beiden Kindern schaffen, Taxi zu spielen. Wieso lasse ich ihn unter der Woche nicht allein mit den Kids und fahre eben schnell ins Einkaufszentrum, um nach Deko oder schönen Klamotten für mich und den Kindern in Ruhe zu stöbern? Stattdessen machen wir auch das vollgepackt mit zwei motzenden Kids und rennen nur durch, um schnell nach Hause zu kommen. Und am Wochenende bleibt uns keine Zeit, weg zu fahren und etwas schönes zu unternehmen, weil wir all diese Dinge machen müssen.

Tue etwas, das Dich glücklich macht!

Niemand hat behauptet, dass der Alltag langweilig sein muss. Du kannst ihn mit vielen guten Erlebnissen füllen! Wieso übst Du nicht einen Job aus, der Dir Spaß macht und Dich erfüllt? Bist Du auf die langweilige Arbeitsstelle, die Du jeden Tag aufsuchst, wirklich angewiesen? Möchtest Du Dein restliches Leben damit verbringen oder nutzt Du die aufkommende Motivation, um Dich nach einem anderen Job umzusehen?

Und wieso übst Du eigentlich nicht das Hobby aus, welches Dir so viel Spaß machen würde? Du Kreierst Deinen Alltag mit Deinen Entscheidungen. Entscheide Dich dafür, Dinge zu tun, die Dir Spaß machen.

Bist Du schon mal in die Alltagsfalle getreten? Was tust Du, um da wieder heraus zu kommen? Erzähle mir davon in den Kommentaren!

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