Tipps für mehr Bewegung im (Arbeits-) Alltag

Der Winter ist nun fast vobei… wir lagen Monatelang am Wochenende in der warmen Wohnung auf dem Sofa, haben uns regelmäßig vor den Fernseher gekuschelt und irgendwie diese kalte Jahreszeit überstanden. Doch bestimmt merkst auch Du, dass Du bequem geworden bist, der Rücken weh tut oder einfach nur langsam aber sicher die Frühjahrmüdigkeit einsetzt. Besonders wer in einem Büro arbeitet und immer sitzt merkt schnell, dass der Körper einfach nicht mehr so richtig in die Gänge kommt. Dabei ist es vor allem da wichtig, auf mehr Bewegung zu achten, denn:

  • Bewegung regt den Kreislauf an und macht uns fitter
  • Sie macht uns leistungsfähiger und konzentrierter
  • Sie ist gut für unsere Knochen und Gelänke und verhindert viele Rückenkrankheiten
  • Sie fördert die Durchblutung und senkt das Risiko für Trombose und hässliche Besenreißer
  • Bewegung sinkt den Stresslevel
  • Der Stoffwechsel wird angekurbelt und das wirkt sich auf unsere Verdauung aus
  • Sie hat eine antidepressive Wirkung und hilft so auch gegen den Winterblues

Aus dem Grund habe ich Tipps zusammen gesammelt, wie auch Du in einem Beruf im Sitzen und trotz zu wenig Zeit, dich einer Sportart zu widmen, zu mehr Bewegung in Deinem Alltag kommst.

Mehr persönliche Absprachen

Unser größtes Problem ist die vielfältige Möglichkeit an Kommunikation. Es ist sehr bequem, einen Arbeitskollegen kurz per Skype oder einem kurzen Anruf bestimmte Dinge zu übermitteln und erspart uns vielleicht auch viel Zeit, die wir während dem Arbeitstag nicht unbedingt haben. Wer allerdings aufsteht und zu dem Arbeitskollegen läuft, um sich persönlich (idealerweise im Stehen) zu unterhalten, hat schon den ersten Grundstein für mehr Bewegung geschaffen. Außerdem ist so ein persönliches Gespräch eine gute Möglichkeit, kurz seine Konzentration von der Arbeit abzulegen und neue Kraft zu schöpfen. Im besten Fall sitzt der oder die Kollegin auf einem anderen Stockwerk und Du kannst die nächste Möglichkeit mitnutzen:

Treppe statt Aufzug

Ja, immer wieder dieselbe Lajer und das bestimmt bekannteste Argument für mehr Bewegung: die Treppe. Ich persönlich nutze den Aufzug nur, wenn ich mein Wasser aus dem Auto hole (ich nehme mir immer gleich ein Sechserpack). Der Vorteil in meiner Firma ist, dass die Stempeluhren in den Bürogebäuden im Treppenhaus liegen, somit lohnt es sich gleich doppelt, die Treppe zu nehmen, um schneller stempeln zu können 😉

Küchenarbeit erledigen

In meinem letzten Artikel über die unterschiedlichen Bürotypen haben wir auch die lieben Mädels kennen gelernt, die immer für alle Mitarbeiter die Spülmaschiene ausräumen und die gemeinsame Küche aufräumen. Das tun diese Personen jedoch nicht unbedingt nur für uns – neben dem Vorsprung, die beste Tasse zu ergattern hat die Mitarbeiterin sich nämlich ganz bewusst während der Arbeitszeit bewegt.

Die Sitzunterlage wechseln

Natürlich möchte ich damit nicht sagen, dass Du auf Dauer Deinen Bürostuhl verbannen sollst – doch manchmal ist eine veränderte Sitzposition Gold wert. Ich finde, dass ich in meinem Bürostuhl oft irgendwie in mir zusammen sacke. Die Lösung dagegen? Ein Hocker! Im besten Fall hat dieser Hocker ein rundes weiches Bein (auf einem Reifen?). Dieser erlaubt uns, das Becken weicher zu halten, hin und her neigen zu können und vor allem: er zwingt uns, unsere Wirbelsäule aufrecht zu halten.

Nutze Arbeitgeber-Angebote zur Bewegung

In dieser Hinsicht sind schon viele Unternehmen weit gekommen: das Spektrum reicht oft über Gymnastikangebote, Rückenfitness oder gar ein eigenes Fitnessstudio. Wenn Dein Arbeitgeber ein solches Angebot hat, nutze es gleich aus! Das erspart Dir die teure Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, welches Du hin wie her nicht regelmäßig besuchst, weil Du dafür einfach keine Zeit findest. Außerdem sparst Du dir den Weg zu ebendiesem, da Dein Sportangebot gleich vor Ort ist. Da unsere Kurse leider erst nach Kindergartenschluss stattfinden, kann ich dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen, auch wenn ich dies gerne täte.

Richtet Besprechungen im Stehen ein

Besonders bei Abteilungsinfos bietet es sich an, die vielen Mitarbeiter einer Abteilung nicht in einem kleinen Raum festzuhalten. Gebt diese Informationen doch einfach an einem Ort weiter, an dem die Teilnehmer gezwungen sind zu stehen. Dazu bieten sich auch Pausenräume und Küchen oder einfach nur Vor-Büro-Plätze sehr gut an.

Parke Dein Auto weiter weg

Manche Menschen neigen dazu, wie Sau zu parken, hauptsache man hat den nächsten Platz am Eingang erwischt. Nur die wenigsten sehen aber den Vorteil an einem weiter gelegenen Parkplatz: die Bewegung, die Du zwischen Auto und Unternehmen durchführst.

Bezwinge Deinen Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad

Dies ist bei mir leider aufgrund der Entfernung und dem Weg zum Kindergarten nicht möglich. In meinem alten Job habe ich jedoch nicht einmal ein Auto besessen, denn ich lief jeden Tag zur Arbeit zu Fuß. Das hilft Dir auch, den Arbeitstag richtig ausklinken zu lassen und Du fährst nicht unkonzentriert und übermüdet nach Hause und gefährdest so die anderen Verkehrsteilnehmer.

Nutze Deine Mittagspause für einen Spaziergang

Natürlich sind Mittagspausen in der Kantine oder Küche mit anderen Kollegen immer lustig und Du erfährst oft Dinge über Deine Arbeit und Deine Kollegen, die während der Arbeitszeit vielleicht nicht ans Tageslicht gelangen. Doch nach dem Essen solltest Du Dir angewöhnen, die restliche Zeit der Pause für einen kurzen Spaziergang zu nutzen – und wenn dieser nur einmal um das Gebäude herum führt. So kannst Du die zweite Hälfte der Arbeitszeit konzentrierter Antreten und warst zudem zwischendrin an der frischen Luft, was besonders in künstlich belüfteten Büros sehr wichtig ist.

Arbeite im stehen, wenn Du die Möglichkeit hast

Immer mehr Unternehmen rüsten in Höhenverstellbaren Schreibtischen auf – leider ist dies noch lange kein Standard. Wenn Du keine Möglichkeit für einen Stehschreibtisch hast, nutze jede Möglichkeit, einmal die Stunde aufzustehen. Ich versuche Unterlagen, die ich für meine Chefs vorbereite immer im Stehen zusammen zu stecken. Oder stehe beim Telefonieren auf. Auch ein Fidget Spinner kann sich so nützlich machen – mit diesem kannst Du nämlich Deine Hände bewegen, während Du etwas liest oder telefonierst.

Versuche Deine Beine nicht zu überschlagen

Dies ist ganz besonders mein Problem. Ich muss mich oft richtig beherrschen, meine Beine nicht die ganze Zeit überschlagen zu haben. Wenn Du jedoch beide Füße abstellst, hast Du beim Sitzen mehr Bewegungsfreiheit und kannst die Position Deiner Füße besser wechseln. Zudem staut so das Blut nicht in den Beinen, was besonders das Problem von uns Frauen ist und ein großer Auslöser für Trombose.

Lege Bewegungspausen ein

In dem Fall sind die Raucher den Nichtrauchern eine Nasenlänge voraus – denn sie stehen in regelmäßigen Abständen auf und laufen zur Raucherzone. Diese liegt oft draußen im Erdgeschoss, weshalb Raucher gleich das Treppesteigen mit erledigen (was nicht bedeuten soll, dass Rauchen an sich gut sei). Auch als Nichtraucher kannst Du dir feste Zeiten am Tag vornehmen, an den Du aufstehst und irgendwo hingehst (um etwas zu erledigen, mit jemandem zu sprechen, Dir einen Kaffee/Tee zu holen oder nach was auch immer es Dir in dem Moment schwebt).

Bewegung außerhalb der Arbeitszeit

Natürlich hat nicht jeder von uns die Zeit, eine Sportart zu betreiben. Auch ich habe lange versucht, regelmäßig das Fitnessstudio zu besuchen und es hat mir auch in vielen Hinsichten geholfen. Jedoch habe ich dies aus Zeitgründen aufgeben müssen, da mir meine Zeit mit meiner Tochter wichtiger war. Doch auch nach Feierabend und auch mit Kind gibt es genügend Möglichkeiten, Bewegung in den Alltag einzubauen. Wie wäre es mit einem Spaziergang zum Bäcker, anstatt diese Besorgung mit dem Auto zu erledigen? Oder mit einem kurzen Spaziergang zum Spielplatz oder durch die Stadt / den Ort?

 

Wie ihr seht, gibt es also genug Möglichkeiten, sich auch in einem Beruf im Sitzen zu Bewegen. Man muss nur seinen eigenen Schweinehund überwinden 🙂

Was tust Du für Deine Bewegung am Abeitsplatz?

8 Antworten auf „Tipps für mehr Bewegung im (Arbeits-) Alltag“

  1. Ich bin froh wenn ich in meinem Beruf mal sitzen kann ;-). Da ich nicht mal einen Führerschein habe bin ich im Alltag sowieso zu Fuß oder per Rad unterwegs. Trotzdem danke für die Tipps, die sich eigentlich einfach in jeden Alltag einbauen lassen.

    LG aus Norwegen
    Ina

  2. Ich musste grad schmunzeln. Früher hab ich auch immer versucht die Treppe zu nehmen anstatt den Aufzug. Seitdem ich die Firma gewechselt habe, werde ich 100% immer mit dem Aufzug fahren. In den 34 Stock will ich dann doch nicht zu Fuß! 🙂

    Aber du hast wirklich tolle Tipps dabei. Da kann man einiges super umsetzen. Danke dafür!

    Alles Liebe,
    Julia
    http://www.missfinnland.at

  3. Hallo meine Liebe! Dein Beitrag kommt wie gerufen! Wie oft höre ich , dass Menschen Rückenprobleme haben oder “keine Zeit ” sich zu bewegen, dabei ist es oft eine Frage der Zeit bzw. des Willens/ Bewusstseins! Etwas Bewegung geht überall. Danke und VG und schönen Restsonntag!

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