Spar Tipps – so kommen wir durch den Monat

“Blöd, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat ist”

Als ich jung war und noch bei meinen Eltern lebte, habe ich immer über diesen Spruch gelacht – heute weiß ich, dass es die reine Realität ist. Zudem habe ich über die Jahre gelernt, dass je mehr Geld man hat, umso mehr gibt man im Endeffekt aus (es bleibt oft eher die selbe Menge übrig, da sich immer mehr Ausgaben finden, je mehr Möglichkeiten man hat). Trotz dem wachsenden Einkommen in den letzten Jahren haben wir uns ein paar Gewohnheiten angeeignet, um unser Geld zusammen zu halten und am Ende des Monats nicht leer da zu stehen. Hier möchte ich diese mit euch teilen.

Verabschiede Dich von unnützen Ausgaben

Das ist immer leichter gesagt als getan. Aber oft, wenn wir unsere regelmäßigen Ausgaben betrachten, finden wir immer wieder Geldfresser, die sich auf Dauer eben vermeiden lassen. Beispielsweise sind unsere Handyverträge ziemlich veraltet und es gibt mittlerweile bessere Verträge, die zudem günstiger sind. Somit haben wir beide nach 7 Jahren Laufzeit gekündigt. Auch über meinen Vertrag im Fitnessstudio habe ich mir viele Gedanken gemacht und beschlossen, dass meine Besuche dort viel zu erzwungen sind. Auf diese Weise gehen wir die Liste immer und immer wieder durch, um an gewissen Ecken zu sparen. Denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Vergleiche Tarife und zahle größere Abschläge

In jeder Region gibt es bestimmte Anbieter, die von der Mehrheit einfach gewählt werden, weil es alle tun. In unserer Region gibt es die sogenannten Stadtwerke, welche die Stadt selbst und die Bürger mit Strom, Gas und Wasser versorgen. Viele machen sich keine Gedanken darüber, dass es einige Anbieter gibt, die dieselbe Leistung von den Hauptlieferanten beziehen und an Endkunden günstger abgeben. Unser Strom und Gastarif ist höher angesetzt als bei den Stadtwerken, kostet jedoch durch den KWh Preis ingesamt weniger. Dennoch setze ich immer einen möglichst hohen Abschlag an, um am Ende des Jahres eine Summe von mehreren Hundert Euro zurück zu bekommen anstatt diese nahzuzahlen. Zum Teil ist dies eine Art von Anlage, von der man sicher sein kann, zu einem bestimmten Zeitpunkt darauf zugreifen zu können.

Behalte einen Überblick über vorhandene Vorräte

Wir habe eine kleine Speisekammer, in der wir immer einen Vorrat an Lebensmitteln haben, die wir regelmäßig brauchen und die nicht kaputt gehen. Und dabei gilt immer das Prinzip: lieber ein Päckchen Milch zuviel als zuwenig. Vor jedem Einkauf überprüfen wir, wie der Stand in unserer Kammer ist, aber:

Kaufe große Vorräte am Monatsanfang

Wenn zu Beginn des Monats mehr Geld da ist, bietet es sich tatsächlich an, diese Vorräte nochmal richtig aufzustocken. Zu diesem Zeitpunkt müsst ihr euch keine Gedanken machen, wie viel ihr euch davon leisten könnt. Und wenn am Ende des Monats kaum Geld mehr da ist, aber noch ein EInkauf ansteht, müsst ihr nur die frischen Waren nachkaufen und fängt beim EInkauf nicht an zu rechnen, ob es euch reicht. Natürlich kommt es im Endeffekt gerechnet aufs Selbe hinaus, aber das Sicherheitsgefühl dabei ist immer größer. Diese Momente haben wir am Monatsende immer wieder, dass wir vom letzten Geld noch Nahrung kaufen müssen, aber zumindest sind die Basics schon vorhanden.

Kaufe ein Mal in der Woche ein

Ein essentieller Tipp, den wir schon seit Jahren befolgen: es gibt häufig diese Personen, die nach Bedürfnis jeden Tag in den Laden schlappen und sich mitnehmen, worauf sie gerade Lust haben. Hinzu kommen hier und da einige Sachen, die ihnen ins Auge fallen. Und es gibt Menschen, die jede Woche aufs neue planen und nur ein Mal eine größere Menge einkaufen. Das spart nicht nur Geld, weil man nur ein Mal außer den nötigen Dingen noch ein paar Zusätze mitnimmt, die einem gefallen oder Appetit machen, sondern auch Zeit, weil man nicht jeden Tag die Zeit den We zum Laden auf sich nehmen muss. Und an jedem Artikel, den wir vergessen zu kaufen, merken wir die Auswirkung der häufigen Einkäufe, weil wir tatsächlich nicht nur mit der einen Sache den Laden verlassen.

Kaufe mit Plan

Ich schreibe nicht nur einen Einkaufszettel, sondern habe mir zudem angewöhnt, einen Wochenplan an Speisen zu erstellen. So habe ich im Blick, dass ich genügend Mahlzeiten eingeplant habe UND kann anhand dessen planen, was ich mitnehme. Ein Einkauf ohne Plan läuft meist darauf hinaus, dass mir am Ende der Woche Mahlzeiten oder Zutaten fehlen. Deshalb lohnt es sich vor jedem Einkauf auch nochmal einen Blick in den Kühlschrank zu werfen und sich zu notieren, was fehlt.

Kaufe mehr frisch

Früher dachte ich, dass Fastfood auf Dauer günstiger sei als frisches Essen. Doch nach Erweiterung meiner Kochkünste habe ich immer mehr festgestellt, dass auch frische Waren, Gemüse, Fleisch oder auch eine selbstgemachte Pizza tatsächlich günstiger sind als Tiefkühlware. Nur bestimmte Gemüsesorten wie Erbsen kaufe ich gekühlt, da ich so größere Mengen lagern kann und sie nicht gleich verbrauchen muss. Zudem können wir aus frischen Lebensmitteln mehr Speisen herstellen, als aus einer Fertiglasagne.

Esse vor dem Einkaufen eine Kleinigkeit

Das ist tatsächlich ein Problem, das wir aus Zeitgründen nicht lösen können. Oft gehen wir abends nach der Arbeit einkaufen. Und auf Vorfreude auf das Abendessen und voller Gelüste packen wir Dinge in unseren EInkaufswagen, auf die wir spontan Lust haben. Dies umfasst ein großes Spektrum an Schokolade aber auch Wurst und anderem Knabber und Naschzeug. Im Endeffekt vergeht uns die Lust auf diese Dinge schon nach kurzer Zeit und sie werden häufig wieder entsorgt. Zudem steigt der Wert des Einkaufswagens enorm.

Lege regelmäßig Geld zur Seite

Ich habe lange Zeit auf ein Sparbuch verzichtet, da ich dachte, ich könnte hin wie her kein Geld zurück legen. Doch dank der neuen Technik hat mein “Sparbuch” nun kein Buch mehr, in welchem die Beträge manuell eingetragen werden, sondern eine Kontokarte von der ich jederzeit Geld abheben kann. Das gibt mir die Sicherheit, dass ich im Notfall immer auf das zurückgelegte Geld zugreifen kann und es nicht “gesperrt” ist.

Zahle möglichst viel bar, aber trage wenig Bargeld bei dir

Ein Widerspruch an sich, aber doch ganz logisch. Durch die ständige Bezahlung mit der Kontokarte verlieren wir ganz schnell den Überblick, wie viel man tatsächlich in den diversen Läden ausgegeben hat. Erst nach der Abbuchung kommt es zur großen Überraschung. Die Bezahlung mit Bargeld hat mehrere Vorteile: zum einen sieht man immer, wie viel Geld noch vorhanden ist und merkt die ausgegebene Menge auch visuell, was uns automatisch dazu bringt, weniger auszugeben. Zum anderen haben wir oft einfach keine Lust, extra zur Bank zu gehen und dieses auszugeben.

Wer jedoch weniger Bargeld mit sich herum führt, kann auch automatisch weniger davon zum Fenster rauswerfen. Wer kennt diesen magischen 50er Euro Schein nicht, aus dem plötzlich ein 5er wird?

 

Das waren meine Spartipps 🙂 Habt ihr auch bestimmte Angewohnheiten, um Geld zu sparen?

7 Replies to “Spar Tipps – so kommen wir durch den Monat”

  1. Das Thema “bar bezahlen” steht für 2018 ganz oben auf meiner Liste. Beim ständigen Zahlen mit Karte verliert man doch den Überblick. Das mit dem Einkaufszettel mache ich schon regelmäßig und ich merke jedes Mal wenn ich es nicht mache, dass doch zu viele Sachen links & rechts in den einkaufswagen wandern, die ich eigentlich nicht brauche.

    Liebe Grüße,
    Emilie
    LA MODE ET MOI

  2. Ich kaufe häufig auch Produkte, die kurz vor dem Ablaufen sind. Das spart dann auch immer schnell 30 % – ist aber eher vereinbar, wenn man häufiger als einmal in der Woche einkaufen geht. Selbst Fleisch ist dann aber oft noch zwei Tage haltbar. Das ist sehr praktisch. Daher gehe ich aber eher 2-3 die Woche einkaufen. Aber ich wohne auch alleine, da ist das auch irgendwie einfacher 😉 Außerdem halten sich die frischen Produkte ja eh nicht so lange. Ansonsten betreibe ich auch gerade akribisches “was ist noch da?” also erstmal alles aufbrauchen (auch Shampoo und Co.), was eh zuhause rumliegt, bevor ich neue Produkte kaufe.

    Lieben Gruß
    Jil

  3. Klasse Tips! Was ich auch immer für mich und meinen Mann, mache ist einen Essensplan für die ganze Woche zu erstellen und wie du schreibst – dann einmal die Woche einkaufen zu gehen und am besten vorher eine Kleinigkeit zu essen ? Was ich auch gerne mache ist ein Plan der gesamten Ausgabe für das kommende Monat – dann versuche ich mich auch natürlich daran zu halten ?
    Dnake und alles Liebe!

    1. Den Monatsplan haben wir auch mal angefangen 🙂
      Aber es ist ziemlich schwer, sich tatsächlich daran zu halten, jede Besorgung beim Becker aufzuschreiben. Von daher ist es immer schief gelaufen.

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