Lieber stiller Leser

Lieber stiller Leser,

vor genau 9 Monaten habe ich beschlossen, mit diesem Blog zu beginnen. Schon immer habe ich mich für das Schreiben und auch Lesen interessiert. Durch meine vielen Blogs, die ich selbst aboniert habe und die Begeisterung, die ich für gewisse Autoren hervorgebracht habe, habe ich mir dies immer sehr spannend vorgestellt. Ich habe immer wieder festgestellt, wie gerne die Leser genau diese Blogs kommentiert haben und wie wichtig bestimmte Artikel für die Allgemeinheit waren. Die Blogger haben auf diese Weise immer Gehör gefunden. Und auch ich hatte immer viel zu erzählen, das ich so gerne mit Anderen teilen wollte. Also setzte ich mein Vorhaben in die Realität um und meldete meinen Blog an.

Ich habe mir Dich als Zielgruppe ausgewählt, weil Du mit Sicherheit dasselbe durchmachst wie ich. Du arbeitest und hast Kinder und versuchst alles unter einen Hut zu bekommen. Dich interessieren sowohl berufliche als auch familiäre und persönliche Themen. Und dieses Wissen möchtest Du nutzen, um Dich selbst weiter zu entwickeln und das, was um Dich herum passiert zu verstehen. Deshalb stecke ich sehr viel Herzblut in das, was ich Dir berichten möchte und versuche alles, so interessant und mehrwertig für Dich zu gestalten, wie ich eben nur kann. Und da beginnt schon das erste Problem. Denn eigentlich weiß ich gar nicht wirklich, was Dich interessiert. Ich gebe mir wirklich die größte Mühe, nicht nur für die große Masse oder gar Google zu verfassen. Ich möchte Dich als Person wahrnehmen und Dir helfen oder Dich inspirieren oder ermutigen.

Ich bin in diesen Monaten mit meinem Blog stark gewachsen. Ich habe viele treue Leser gefunden und ich sehe immer stärker an meiner Statistik, dass sich auch neue Leser auf meinen Blog verirren. Auf meinen Sozialen Medien habe ich bereits Fans gefunden, zu den vielleicht auch Du gehörst. Aber ob Du dies tust, erfahre ich nicht persönlich von Dir. Denn was mir wirklich fehlt, ist Deine Interaktion. Ich wünsche mir von Herzen, Du würdest mir sagen, was Dich auf meine Seite geführt hat und weshalb Du immer wieder kommst. Ich wünschte, Du könntest mir mitteilen, was ich besser machen kann, um Dir das Lesen zu erleichtern und Dir mehr Freude an meinem Blog zu verschaffen. Ich hätte es wirklich gerne, wenn Du mir sagen würdest, dass Dich ein Artikel berührt hat oder Dir in irgendeiner Form wichtig war.

Stell Dir vor Du stehst in einem Raum voller Menschen und erzählst diesen eine Geschichte. Ganz gleich ob die Geschichte erfunden ist oder ob Du einen wissenschaftlichen Vortrag hälst. Es sammeln sich viele Zuhörer und kommen immer mehr hinzu. Doch nur wenige dieser Zuhörer geben eine Reaktion auf das, was Du zu Ihnen sprichst. Die meisten von Ihnen stehen regunslos da und verziehen keine Miene. Sobald Du fertg bist mit Sprechen drehen sie sich einfach um und gehen. Und Du bleibst alleine zurück und fragst Dich immer und immer wieder, ob das, was Du gesagt hast, diese Menschen berührt hat.

So in der Art fühle ich mich zur Zeit mit dem Bloggen. Wie erwähnt, habe ich mittlerweile jeden Tag um die 100 Besucher. Etwa die Hälte verweilt einen längeren Zeitraum auf dem Blog und liest. Aber ich weiß weder, wer Du bist, noch was Du hier erwartest. Deshalb bitte ich Dich hiermit offiziell: lieber stiller Leser, wenn Du über meinen Blog stolperst, dann hinterlasse mir eine kurze Nachricht oder einen Kommentar. Mir reicht auch ein kleines Däumchen auf Facebook. Nicht um meine Likes zu sammeln, sondern um zu wissen, dass das, was ich Dir geschrieben habe, dir gefallen hat.

15 Replies to “Lieber stiller Leser”

  1. Die Gedanken hast du so schön auf’s Papier gebracht. Ich denke, jeder Blogger kann sie 100%ig nachvollziehen. Vielleicht regt das viele stille Leser zum aktiv werden an. 🙂

  2. Ja, das kenne ich auch, die Interaktion fehlt, trotz Besuchern.
    Ein Thema das mich immer wieder interessiert ist das schlechte Gewissen was bei den meisten von uns doch immer mal wieder mitfährt wenn wir Kinder haben und trotzdem arbeiten gehen. Meine Tochter sagt zwar immer wie toll sie das findet was ich als alleinerziehende Mutter erricht habe und trotzdem denke ich, dass sie sich manchmal schon wünschen würde ich hätte noch etwas mehr Zeit für sie. Bei dem Thema finde ich immer wieder interssant, was andere da für Erfahrungen gemacht haben.

  3. Hallo meine Liebe,

    ich finde deinen Beitrag so ehrlich und wunderschön, denn so ergeht es jedem Blogger mal. Als ich angefangen habe war ich ein richtiger Alleinunterhalter und oft total traurig und habe gedacht keiner interessiert sich für meine Artikel. Als ich dann meinen Besucherzähler programmiert hatte, habe ich gesehen das ich aber schon recht viele Klicks darauf habe und hatte mich wahnsinnig gefreut. Leider wird nicht mehr gerne so oft kommentiert – was mich persönlich auch traurig macht, aber umso mehr freue ich mich immer, wenn ein weiteres Kommentar auf meinem Blog eingeht.

    Bleib wie du bist und für den Blog weiter so liebevoll.

    Lg
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      Vielen Dank, das macht mir etwas Hoffnung. Dein Blog hat allerdings mehr Mehrwert als meiner, der sich hauptsächlich an Gedanken und Gefühlen orientiert. Aber vielleicht fährt es ja noch auf 🙂

  4. Liebe Wioleta

    Das hast Du so schön geschrieben!

    Ich blogge jetzt seit 4 Jahren und ich lerne immer wieder dazu!

    Dein Blog ist wirklich super und der Inhalt gefällt mir sehr!

    Mach weiter so!

    Hab einen schönen Sonntag!

    xoxo
    Jacqueline

  5. Hi 🙂 Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich blogge zwar nicht so regelmäßig und habe auch bestimmt weniger Leser, aber ich habe stumme Leser, von denen ich mir auch mal eine Reaktion wünschen würde! Deshalb danke für diesen Anstoß!

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